Schröder würdigt die Agenda „Auch um den Preis, die Macht zu verlieren“

Gerhard Schröder ist „Mr. Agenda 2010“. Sie steht für sein Vermächtnis wie für seinen politischen Untergang. Auf der DWS-Konferenz spricht der Altkanzler über die Notwendigkeit von Reformen, auch wenn sie unpopulär sind.
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Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) preist zum Jubiläum die Agenda 2010. Quelle: dpa

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) preist zum Jubiläum die Agenda 2010.

(Foto: dpa)

Alte Oper in Frankfurt. Volles Haus, viele Finanzmanager und Anlageberater. Das ist ein Rahmen, den Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) liebt. Und so drehte er am Dienstag richtig auf bei einer internen Konferenz der Fondstochter DWS der Deutschen Bank – wenige Tage bevor seine Agenda 2010 den zehnten Geburtstag feiert. Handelsblatt Online dokumentiert die wichtigsten Passagen von Gerhards Schröders Rede „Agenda 2010 – Was Europa von Deutschland lernen kann“.

„Ich bin Optimist, wenn es um die Zukunft Europas geht. Der Blick nach vorn offenbart zurzeit viele Hoffnungsschimmer. Aber die Gefahren sind nicht gebannt.

Nach den Wahlen in Italien ist die weitere Entwicklung des notwendigen Reformprozesses in Europa gefährdet. Was wir brauchen, ist ein Mix aus weiterer Konsolidierung, Wachstum und Strukturreformen. Einzig auf Austerität zu setzten wäre falsch. Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass auch Wachstumsimpulse notwendig sind, um die Volkswirtschaften im südlichen Europa zu stimulieren.

Das liegt auch im Interesse der deutschen Wirtschaft, deren Exporte zu mehr als 50 Prozent in die Europäische Union gehen. Aber ohne Strukturreformen wird es keine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit geben (...)

18 Millionen Europäer sind derzeit ohne Job, die Arbeitslosenquote in Spanien, Griechenland und auch in Frankreich ist zuletzt erneut von ohnehin hohem Niveau gestiegen. Dagegen ist die deutsche Wirtschaft unverändert stark. Diese Stärke hat natürlich mit den Reformen der Agenda 2010 zu tun, aber nicht nur mit ihnen. Es gibt weitere Faktoren, die eine Rolle spielen.

Zum einen haben die deutschen Unternehmen in den letzten Jahren ihre Strukturen verschlankt und damit ihre Flexibilität erhöht. Zweitens: Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände – lange Zeit als „Tarifkartell“ diffamiert – haben gesamtwirtschaftliche Verantwortung übernommen.

Drittens: Die Politik der Großen Koalition in der Krise 2008/09 war richtig – etwa mit dem Konjunkturprogramm, den Rekapitalisierungsmaßnahmen und nicht zuletzt mit der Ausweitung der Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf zwei Jahre. Viertens haben wir eine ausgeprägte mittelständische Wirtschaftsstruktur. Das Besondere des deutschen Mittelstands liegt in seiner ausgeprägten Internationalisierung. Die 1 400 Weltmarktführer in wichtigen Nischen sind ein Beleg dafür. (...)

„Aus den deutschen Reformen lassen sich Lehren ziehen“
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7 Kommentare zu "Schröder würdigt die Agenda: „Auch um den Preis, die Macht zu verlieren“"

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  • HAST EIGENTLICH VON " ESM " IDEE GEWUSST , die ZUM GLÜCK VOM VERFASSUNGSGERICHT BRD NICHT BEKOMMEN HABEN und DAS UNBERUFEN NACH FALL GERUFEN !! Gauck HÄTTE " IHNEN " DIESE MACHT FÜR IMMER GESCHENKT und WARST WEG DAHIN !!!
    VERBRECHER EBENEN WEG FÜR VERBRECHEN !! DAS MENSCH IST SANDKORN IM SYSTEMGETRIEBE ABER NICHT DAS ÖL .

  • Schröder !!1 Hier Frank2 !! Bist Größerer SELBSTBELÜGEN als Ad. . . UND HAST NICHT WENIGER Menschen in den HUNGER GEJAGT und SELBSTMORDE . . . . . . ABER AUCH ZUGEKUCKT WIE DER in deiner HÖHE ALS VERRÜCKTER ABGESTEMPELT WURDE , von AMEISEN mit TRESSIERTE SYNAPSEN !!!
    Hättest . . . dann HÄTTE . ABER SO Als GewerkschaftsZerstörer hast bewiesen dem Kaiser das ER recht hatte mit SPD VERBIETEN wollen : " Kapitalist und Lohnabhängige in einer Partei können nur Kapitalisten gewinnen UND werden Faschisten = BRAUN :, wie bei jedem Tuschkasten wo alle Farben mische !!! wird immer braun .
    HAST WELCHE RECHER GEMACHT und " WELCHE " ZUM ERFÜHLEN EINES 4500 ALTEN TRAUM WEITER ZU KOMMEN GEHOLFEN und KRIESE UND ELEND IN ALLEN LÄNDERN HÄTTE ES OHNE dir NICHT SO GEGEBEN , ABER FÜR WAS ????? ERKLÄR SINN .
    AUF deinen GRABSTEIN WERDEN ALLE INS ELEND GETRIEBENE . . .
    NICHT SPD schreibt " DIE GESCHICHTSBÜCHER " DIE WAHRHEIT IM WISSEN VON MENSCHEN WERDEN .

    ATHEIST SICH Gott
    SOUVERÄN
    Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN

    Jesus spricht zu ihm : Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben ; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
    Johannes 14,6

  • Mir kommen die Tränen, Köpfballspiele wie im Fußball, nur nicht so treffsicher. Aber Quote. Eine Steilvorlage auf Anforderung, umgeändert und dann nach ihm benannt: Hartz IV. Sie wissen schon, meist wissen diejenigen die darüber sich echauffieren über den Mann Peter Hartz nichts, bis gar nichts. Nur Häme, die lädt selbst dieser Kanzler a.D. in entsprechendem Maße immer noch ab.

  • Also insgesamt gibt es immer noch mehr als 5 Millionen Arbeitslose wenn man alles zusammenlegt von Harz IV ; Jobcenter,Umschulungen,Aufstocker. Das ist Schröder sein Vermächtnis Menschen in Kasten wie in Indien aufzuteilen.
    Die bald kommende Rentnerschwemme kann nur hoffen das sie
    unter einen der 7 Dienstwagen von Schröder kommt, um nicht
    mit einer Mindestrente später Selbstmord zu begehen.

  • Was ist denn los mit Gas-Gerd? Bröckelt seine Freundschaft mit dem lupenreinen Demokraten Putin? Braucht er wieder ein neues Betätigungsfeld? Oder warum mischt er sich immer wieder in die Politk ein?
    Übrigens zum Nachteil der SPD. Kapiert das Schröder eigentlich nicht?
    Die SPD hat es doch momentan ohnehin schwer.
    Sie haben einen Elefanten zum Kanzlerkandidaten, sind außerdem fest im Griff der Grünen, können kaum Luft holen, so fest ist der Würgegriff und dann grätscht auch noch Gas-Gerd immer wieder dazwischen
    Im Ruhrpot haben schon einige SPD-Ortsvereine sich komplett aufgelöst, die mitglieder insgesammt werden immer weniger, mein Gott Gerd, lass doch die Genossen in Ruhe

  • Um eines klar zu sagen, von modernem Sklavenhaltertum, beispielsweise im Hoteleriebereich und von Firmen wwie Manüower halte ich nichts. Mindestlohnregelungen sollten auf weitere, problematische Bereich ausgedehnt werden,
    jedoch mit Augenmaß.
    Die drei von der Tankstelle, Schroeder, Müntefering und Clement, hielten in beispielloser Weise zusammen und haben tatsächlich geschafft, die Agende weitgehend durchzusetzen, was ich nicht für möglich hielt. Die sozialistische Partei SPD, wo sich noch jeder Genosse nennt, ist mehr Bewegung wie Partei, wo mitunter jeder gegen jeden schießt. Doch es ist gelungen.
    Nachdem Schroeder mit seiner "Politik der ruhigen Hand" wichtiges unterlassen und letztendlich vor allem seine eigene Machtbasis gefestigt hat, waren die folgenden Jahre brilliant und zukunftsweisend.
    Die SPD sollte dazu stehen und stolz darauf sein. Die sozialen Härten hat es gegeben und es gibt sie immer noch. Doch was war die Alternative, in 10 Jahren zuvor hatten sich die Sozialkosten verdreifacht, wir waren auf den Weg in eine wirtschaftlcie Katastrophe. Die wirklichen Härten gibt es, sind aber selten. Arbeitslosengeld soll kein weiches Ruhekissen sein, es darf sich kein Anspruchsdenken herausbilden.
    Was Schroeder geleistet hat, auf Kosten, seiner Wiederwahl, verdient Respekt und Anerkennung. Vieles ist noch unvollkommen, z.B. die Zusammenarbeit von Agenturen mit dem Arbeitsamt und die Aufteilung der Verantwortung. Die Ausbildung und Förderung von Kindern muß besser sichergestellt werden. Das Betreuungsgeld wirkt diesbezüglich negativ. Es gibt Baustellen, doch es wurde schon viel erreicht. Andere Staaten bewundern uns für diese Agenda und für das Konzept "Fördern und Fordern", doch keine hat den Mumm und die Kraft gleiches durchzustehen, ggf. auf Kosten der eigenen Karriere , wie die drei von der Tankstelle es hatten. Dafür ein Bravo!!!

  • Auf der DWS-Konferenz spricht der Altkanzler über die Notwendigkeit von Reformen, auch wenn sie unpopulär sind.
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    Sie sind nicht nur unpopulär, sondern sie sind ein Armustbeschleunigungsprogramm für Millionen von Menschen in diesem Land.
    Aber Goldkettchen-Gerry mit Maschmeyer, Riester, Rürup, Clement, Hartz, Steinmeier und INSM im Schlepptau, kann sowas natürlich nicht verstehen. Was interessieren Schröder die Pöbel aus der Unterschicht, er hat sich ja aus dieser auf seiner eigenen Schleimspur in die Oberschicht hochgekrochen.
    Wir, die diese Leute mit unserem Steuergeld lebenslang fürstlich bezahlen und allimentieren, entscheiden dann, was man uns noch so alles an Grausamkeiten zumuten kann, damit Bankster, Großkapital und Politik weiter auf der Macht-und Profit-Party weitertanzen können. Landsleute wacht auf, wir bezahlen diese Laienschauspieler vor der Märkte und Lobbyisten-Gnaden mit unserem hart verdienten Geld. Uns schicken sie in die Armut. während auf Goldkettchen-Gerry & Co. schon das nächste hochdotierte Vorstandspöstchen wartet. Dazu kommt dann noch eine fette Pension auf Steuerzahlerkosten - leben wie die Made im Speck, während ein Großteil der deutschen Bevölkerung kaum mehr weiß, wie sie monatlich über die Runden kommen soll. Ich behaupte sogar, dass ein Großteil der Deutschen ihr ganzes Leben auf Pump aufgebaut hat und es über Pump finanziert. Streichen die Banken den Deutschen die Keditlinien ihrer Konto(s) und Kreditkate(n), wird so mancher brave Mittelstandsbürger, Oberschichten-Proll-Protzer und „der Markt regelt alles“-Unternehmer sein persönliches Waterloo erleben. Diese Damen und Herren sind dann alle von heute auf morgen zahlungsunfähig und Hartzer!
    Willkommen im schuldenfinanzierten Boom-Deutschland 2013.
    Übrigens ... warum muss VW-Chef Winterkorn eigentlich nicht ein paar Millionen Euro aus seinem diesjährigen B. an den deutschen Steuerzahler zurückzahlen? Hat er und sein Konzern sich damals nicht durch die Abwrackprämie retten lassen?!

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