Schröder zur Rente
Der Altkanzler schießt quer

SPD-Arbeitsministerin Nahles hat die Rentenpläne der Koalition vorgestellt – und pünktlich dazu meldet sich Altkanzler Schröder zu Wort. Er fragt, wer die neue Rente bezahlt – und warum Frauen nicht dagegen aufbegehren.
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BerlinAltbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat einem Zeitungsbericht zufolge die Rentenpläne der großen Koalition scharf kritisiert. Die geplante Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren sei „ein absolut falsches Signal, gerade mit Blick auf unsere europäischen Partner, von denen wir ja zu Recht Strukturreformen einfordern“, zitiert die „Bild“-Zeitung aus einem neuen Buch Schröders mit dem Titel „Klare Worte“.

Schröder äußert dem Bericht zufolge in seinem Buch Verständnis dafür, „welchen gesellschaftlichen Gruppen man mit den Koalitionsbeschlüssen helfen will, das ändert aber nichts am zentralen Problem: Wie soll das finanziert werden?“. Ihn wundere, „dass sich die Frauen nicht zu Wort gemeldet haben, denn das Ergebnis ist eindeutig: Der männliche Facharbeiter, relativ gut verdienend, wird das nutzen können, Frauen eher weniger, weil die meistens gar nicht auf die 45 Beitragsjahre kommen“, zitiert die „Bild“-Zeitung weiter.

Schröder verweist demnach zudem auf ein „noch schwerwiegenderes“ Problem: „Die Entscheidungen kosten nicht nur einmal Milliarden, die Ausgaben kommen jedes Jahr wieder. Das führt in einigen Jahren unweigerlich zu der Frage: Müssen wir deswegen die Rentenbeiträge erhöhen?“, wird aus dem Buch des Altkanzlers zitiert.

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Lob aus der Union

Kommentare zu " Schröder zur Rente: Der Altkanzler schießt quer"

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  • Die Aussage: Die Entscheidungen kosten nicht nur einmal Milliarden, die Ausgaben kommen jedes Jahr wieder. - das ist völliger Quatsch. Sie treffen nur auf einen beschränkten Zeitraum zu und sind bei weitem nicht so hoch wie ständig hervorgehoben wird. Herr Schröder sollte sich schämen, er lässt sich vor den Karren derjenigen spannen die Angst vor höheren Beitragszahlungen haben.

  • Die Rede von G.Schröder in Davos im Jahr 2005, ein Ausschnitt !

    "Drittens: Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. Ich rate allen, die sich
    damit beschäftigen, sich mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen, und nicht nur
    mit den Berichten über die Gegebenheiten. Deutschland neigt dazu, sein Licht unter den
    Scheffel zu stellen, obwohl es das Falscheste ist, was man eigentlich tun kann. Wir haben
    einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterstützungszahlung Anreize dafür, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt. ......"


    Wen man es sich komplett mit Muse durchliest, weiß man, warum die Situation in D und Europa so ist, wie es ist !

    Die ~ 17% BT - Wähler 2013, Nichtwähler berücksichtigt, sind noch viel zu hoch, bei diesen Nachfolgern !

    Die CDU+FDP nahm diese Steilvorlagen bei den Deregulierungen u.a. im Arbeitsrecht/Finanzen gerne an !

    Die Geburt einer kranken LOBBY-"Politik" !!!

  • Wie kann man solch einem Menschen überhaupt noch zuhören. Selber Champus saufen und Wasser predigen. Als ich noch Jung war (bin in Rente) hatten wir alle (besonders für Junge Familien war das wichtig) soziale Sicherheit. Früher war das in Deutschland ohne Probleme finanzierbar. Heute, wo es doch wie alle Marktschreier der Kaste immer wieder herausplärren geht das nicht mehr.! Arbeitslosenhilfe bekam jeder , ohne das man sich in den Hintern sehen lassen musste. Dieser sogenannte Sozialdemokrat hat mit vielen SPD Sozi-Vasallen jede Art von Sicherheit zerstört. Von jedem Sachbearbeiter der ARGE muss man sich fast wörtlich  in die Unterhose sehen lassen ob nicht noch irgendwo etwas an erarbeitetem oder gespartem ist, das man abziehen kann, bevor es Hilfe gibt. Ja es kommt noch besser, nach Tabellen, die irgendwelche abgehobenen Bürokraten erstellt haben muss man sich imaginäre Werte für das Auto oder selber bewohnte Immobilien anrechnen lassen die sich am Markt gar nicht erzielen lassen. Das was hier passierte hat mehr mit Versklavungsgesetzen zu tun als mit Gerechtigkeit. Im Streitfall wird man erst mal alles los was man sich im laufe des Lebens erarbeitet hat. Pfui Teufel was sind das für Menschen die so etwas als Gerecht empfinden. Diese Gesetze werden nur beschlossen weil diese Typen die diese Gesetze beschließen selber kaum in die Situation kommen solche Hilfe beantragen zu müssen. Die Kaste der Mandatsträger ist durch Postengeschacher und Seilschaften gut abgesichert.
    ES IST ZUM KOTZEN

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