Schröders Familienpolitik im Fokus Ifo-Experten warnen vor höherem Kindergeld

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Höhere Geldleistungen schaden dem Staat und Müttern

Durch die Erhöhung von reinen Geldleistungen wie dem Kindergeld entstehen dagegen zusätzliche indirekte Kosten auf Seiten des Staates: Die verringerte Arbeitszeit von Müttern führt zu niedrigeren staatlichen Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträgen. Im Mittel der Schätzungen liegt die Höhe dieser zusätzlichen indirekten Kosten in etwa auf dem gleichen Niveau wie die direkten Kosten einer Kindergelderhöhung.

Die Studien kommen insgesamt zu dem Resultat, dass der Ausbau der Kindertagesbetreuung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert, die Geburtenrate erhöht und sich dabei zu einem beträchtlichen Teil selbst finanziert. Letzteres ist bei reinen Geldleistungen nicht der Fall – und das betrifft dann auch das Betreuungsgeld. Zusätzlich zu den direkten Kosten, so die Experten, entgehen dem Staat hier auch Einnahmen.

Nach derzeitiger Rechtslage wird das Betreuungsgeld gezahlt für Kinder ab dem 15. Lebensmonat, also im Anschluss ans Elterngeld. Die neue Leistung kann maximal 22 Monate bezogen werden und wird längstens bis zum 36. Lebensmonat des Kindes gezahlt. Das Betreuungsgeld beträgt ab August 2013 für jedes Kind zunächst monatlich 100 Euro, ab August 2014 dann 150 Euro. Das Betreuungsgeld wird dann nicht gezahlt, wenn das Kind eine mit öffentlich geförderten Mitteln bezahlte Kindertagesstätte besucht.

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37 Kommentare zu "Schröders Familienpolitik im Fokus: Ifo-Experten warnen vor höherem Kindergeld"

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  • Ifo-Experten??? Dann kann ich auch den Mütterverein fragen. Nonsens! Familienfremd! Bürgerfremd!

  • Jedes Kind in unserem Land kommt mit hoher Verschuldung auf die Welt. Dann lässt man es besser. Die Politik der Altparteien sollte sich mal massiv hinterfragen, was in Deutschland inzwischen schief läuft!? Aber nicht einmal dazu ist man in der Lage. Lieber verkauft man unser Land an Pleiteländer und die EU aus. Das ist mehr als ekelhaft.

  • Die Studie zeigt aus meiner Sicht eines: wenn Frauen es sich leisten können, d.h. die Wahl haben, möchten sie lieber mehr Zeit mit ihren Kindern als dem Geldverdienen verbringen. Das ist er ureigener Mutterinstinkt, der den meisten Müttern sagt: in den ersten Jahren ist Dein Kind bei Dir und Deiner mütterlichen Liebe besser aufgehoben als bei bezahlten Kräften. Im Kern steht hinter der Forderung nach weniger finanziellen direkten Hilfen für die Familien die Idee, die Familie von innen heraus zu zerstören. Dies hat nichts mit der Vereinbarung von Familie und Beruf zu tun.

  • @Ylander: Da kann ich ja nur lachen. Wenn ich mal von den 0,5% der Bevölkerung absehe, die von Haus aus so reich sind, dass sie sich alles leisten können, haben es Eltern in diesem Land nicht einfach. Die Infrastruktur zur Unterstützung der Eltern ist in Deutschland eine Katastrophe verglichen auch mit vielen europäischen Nachbarländern. Wenn Sie sich um ihre Kinder wirklich kümmern kostet dies Zeit, Nerven und Geld (letzteres nicht unerheblich um fehlende Infrastruktur auszugleichen. Die Forderung von IFO kann ich insofern nachvollziehen.). Ich zähle sicherlich als Gutverdiener, aber mit zwei Kindern können wir uns keinen schönen Tag machen und ein Luxusleben genießen. Das ist reiner Sozialneid und hat rein gar nichts mit der Realität zu tun.

  • Asozial ist es vielmehr, dass oftmals gut situierte Eltern sich auf Kosten der Allgemeinheit einen schönen Tag machen und ein Luxusleben genießen.

    Meine Eltern, die nur das Nötigste zum Leben hatten, haben damals - bis auf die kostenlose Schulbildung - keinerlei staatliche Leistungen für ihre Kinder erhalten. So haben wir frühzeitig gelernt, auch mit wenigen Mittel zurecht zu kommen und was es heißt, sich seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu erwirtschaften.

    Die politischen Parteien überbieten sich immer mehr aus wahltaktischen Gründen an familienpolitischen Geschenken auf Kosten der Allgemeinheit, die wegen der starken Steuerbelastung oftmals weit weniger zum Leben hat, als die Zielgruppe.

    Und daraus ist ein hemmungsloses und unsoziales Anspruchsdenken gezüchtet worden. Es wird Zeit, dass dieser Wildwuchs eliminiert wird, damit die Gesellschaft wieder gesundet.

  • Für junge Familien wären bessere Betreuungsmöglichkeiten und sichere Arbeitsverhältnisse sehr viel hilfreicher als mehr Kindergeld, meint Sebastian Engelmann, Autor beim SWR-Fernsehn http://www.atkearney361grad.de/vielleicht-sterben-wir-ja-doch-nicht-aus/

  • Die Kinderarmut in Deutschland liegt nicht daran, dass jedes zweite Kind auf der Welt ein Chinese ist und Deutsche Eltern sich lieber aus Angst
    nur 1 Kind anschaffen, es liegt am nicht vorhandenen Willen der Politiker.

    Selbst in Ländern wo Armut herrscht, steigt die Kinderanzahl.
    Warum ist das so? Weil die Familie die einzige Sozialleistung ist, die es dort gibt. Bei uns wird der Bürger so erzogen und in Bedrängnis gebracht, dass er
    in einem Käfig landet, wo er nicht mehr rauskommt.

    Niedriglöhne
    Mieten- Ausbeutung
    Gewollte Wohnungsnot
    Asylanten. Vorrang bei Wohnungbeschaffung.
    Fehlende Krippen
    16 Faches Schuldesaster
    Aufstockung mit Abschneidung der Würde.

    Der Gordische Knoten wurden vielen Bürgern angelegt.Jede Bewegung zur Freiheit wird zum Desaster.

  • Die Frage, warum die Anreize nur bei Südeuropäern wirken, ist berechtigt.

    Wenn wir als Familie essen gehen, gehen wir gerner in eine italienische Pizzeria oder ein türkisches Restaurant. Nicht weil es billiger ist, sondern weil die Kinder "der Star" sind, man fühlt sich als Familie willkommen. In einem deutschen Restaurant erlebt man meist das Gegenteil: Wenn überhaupt, wird mit viel Murren ein Kinderstuhl herbeigeschleppt.

    Kinder sind in Deutschland lästig. Als Frau oder Mann ist man hier nur dann was wert, wenn man in einer bezahlten Anstellung beruflich erfolgreich ist. Als Elternteil allenfalls noch , wenn die Erziehung gut "gemanaget" wird. Von einer Frau wird zudem noch erwartet, dass sie sich selbst (reduziert auf ihre Figur) im Griff hat. In diesen Punkten sind Kinder einfach eine Bürde. Wer sich in diesem Land Kinder antut ist, ist selbst schuld und steht mit einem Bein gesellschaftlich im Abseits. An dieser Realität ändern auch Kitas nichts.
    Die Südländer haben das Glück, dass sie ihnen diese Art von "Deutsch"-Sein (noch) fremd ist.
    Und deshalb wirken auch in diesen Gruppen die staatlichen Anreize.

  • Es mag sie stören, dass Trittbrettfahrer sinnvolle Leistungen einfach nur ausnutzen, das stellt aber diese Leistungen nicht generell in Frage.
    Es ist eher eine Anklage bezüglich der Lebenslügen unserer Gesellschaft wenn es um Einwanderung, Humanität und Freizügigkeit geht.
    Wenn sinnvolle Leistungen ausbleiben, weil sie ausgenutzt werden, dann dürften gar keine sozialen Leistungen mehr erbracht werden.
    Das ist in etwa das, was in den USA gilt, was ich im Ergebnis für die schlechtere Alternative halte.

    H.

  • @H.Krebs

    Ich teile ihre Meinung nicht. Die Wirtschaftswissenschaften teilen sich in 2 Disziplinen der Betriebswirtschaft und die Volkswirtschaft. Das Thema um das es bei Kindern geht ist eine volkswirtschaftliche Frage wobei ich Ihnen aber in soweit zustimme, das die Volkswirtschaftslehre degeneriert ist zur reinen Betriebswirtschaft des Staates. Die Folge davon ist, das wichtige "Betriebsmittel" des Staates, die nicht direkt dem Wirtschaftskreislauf zugerechnet oder in Zahlen ausgedrückt werden können, in der Betrachtung außen vor bleiben. Auf gut deutsch, diese Analyse wurde von Fachidioten erstellt, denen die Vorstellungen und das Wissen von den gesellschaftlichen Voraussetzungen für ihre Wissenschaft abhanden gekommen ist.

    H.

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