Schulden
Schäuble braucht weniger Kredit

Das freut den Finanzminister: Aufgrund der weiter kräftig fließenden Steuereinnahmen muss der Bund nicht so viele Schulden machen, wie geplant. Vor allem das Lohnsteuer-Aufkommen wächst.
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DüsseldorfBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird dieses Jahr weniger neue Schulden machen, als im Etat vorgesehen. „Aufgrund der bisherigen Entwicklung und in Erwartung des aufkommensstarken Dezember-Ergebnisses scheint es gesichert, dass die für 2013 geplante Nettokreditaufnahme von 25,1 Milliarden Euro nicht in voller Höhe benötigt wird“, heißt es im am heutigen Freitag erscheinenden Monatsbericht aus Schäubles Haus. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe).

Grund sind neben gesunkenen Ausgaben für Rüstung und Investitionen die weiterhin kräftig fließenden Steuereinnahmen. Im November nahmen Bund und Länder mit 39,4 Milliarden Euro 3,9 Prozent mehr ein als im Vorjahresmonat. Insbesondere die Lohnsteuer überraschte mit einem Zuwachs von 6,4 Prozent erneut positiv.

Dagegen blieb das Aufkommen der Umsatzsteuer um 1,3 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück — allerdings schwankt das Umsatzsteueraufkommen von Monat zu Monat stark. Ungebrochen ist dagegen der Boom bei der Grunderwerbsteuer, die im November gut elf Prozent mehr in die Länderkassen spülte.

Schäubles Volkswirte erwarten, dass sich die „konjunkturelle Erholung zum Jahresende fortsetzen“ werde. Zwar sei die Industrie verhalten in das Schlussquartal gestartet, doch dürften die Stimmungsverbesserungen in den Unternehmen, der Finanzmarktanalysten sowie der Konsumenten „eine Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität“ im vierten Quartal erwarten lassen.

Kommentare zu " Schulden: Schäuble braucht weniger Kredit"

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  • @Freidenker, einfach mal denken und nicht nur mit Fäkal-Kraftausdrücken alles substanzlos kritisieren.

  • Dabei hat der Blogbeitrag im Prinzip Recht – im Moment verweigert die Politik im ganzen Euroraum funktionale Antworten auf ein Kernproblem der Währungsunion: Gemeinsame Währung ohne die zu deren Funktionsfähigkeit notwendigen Rahmenbedingungen.

    Allerdings stehen Politiker in allen Demokratien Westeuropas vor demselben Problem – zu Recht europamüde Bevölkerungen, die Vorteile Europas geniesst im wesentlichen eine relativ kleine Funktionselite (mehrprachige Akademiker, räumlich und beruflich mobil, mit Einkommen deutlich jenseits der 60.000 Euro im Jahr, in London ebenso leicht zu Hause wie in Gütersloh). Und da sind weitere, potentiell kostenträchtige, Integrationsschritte schlicht das Rezept für politischen Selbstmord.

    DAS IST EUROPA!!!!!!!! Ein Europa wo Funktionseliten sich am Volk BEREICHERN!!!!!!!!

    http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/12/19/die-zentralbanken-sind-unsere-einzige-hoffnung_6877

  • @Vicario

    Na das war ja mal ein Statement :-)

    Genau so ist es!! Hier wird eine Oberschicht das Geld zugeschoben, das von den AN erwirtschaftet wird. DAS GANZE IST NUR NOCH ASOZIAL!!

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