Schuldenkrise

Koalitionspitze lehnt Eurobonds weiter ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält an ihrem Nein zu Euro-Bonds fest. Doch selbst in der CDU-Fraktion gilt Merkels Schwur nicht als das letzte Wort. Zuviel steht auf dem Spiel - für die Eurozone und für die Koalition.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Sitzung des Bundesvorstands der CDU am Montag. Quelle: dapd

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Sitzung des Bundesvorstands der CDU am Montag.

(Foto: dapd)

BerlinTrotz des Neins von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Eurobonds hält der CDU-Politiker Philipp Mißfelder ein Umschwenken der schwarz-gelben Koalition nicht für ausgeschlossen. Für diesen Fall forderte er am Montag in Berlin einen Sonderparteitag. Die Verunsicherung in der CDU trotz der Bemühungen über die Euro-Rettung ist nach seinen Angaben groß.

Bislang gibt jedes Land zur Schuldenaufnahme selbst Anleihen aus. In Deutschland sind das die Bundesanleihen und andere Bundeswertpapiere. Weil diese als besonders sicher gelten, zahlt Deutschland dafür relativ wenig Zinsen. Bei Eurobonds wären die Zinskosten für alle Länder gleich - Deutschland würde dafür aber mehr, Krisenländer würden weniger zahlen als heute.

CDU-Vize, Umweltminister Norbert Röttgen, sprach von einer „fundamentalen Bedrohung für den Euro und die wirtschaftliche Stabilität“. Diesen Fall habe es so noch nicht gegeben. Da sei Unruhe bei der Suche nach einer Lösung nicht ungewöhnlich. Merkel habe bei der Krisenbewältigung keine Fehler gemacht. „Aber Krise und Bewältigung sind noch nicht vorbei.“

Zu Warnungen aus der FDP vor einem Ende der Koalition sagte er: „Darum geht es schlicht nicht.“ Röttgen betonte: „Es zeigt sich jetzt die Achillesferse der gemeinsamen Währung: Ihre Einführung ohne eine gemeinsame Haushalts- und Finanzpolitik zu haben.“ Hier habe die Finanzmarktkrise die Verwundbarkeit gezeigt. Jetzt sei eine gemeinsame Haushalts-, Finanz- und Wirtschaftspolitik unausweichlich. Auf die Frage, ob er Eurobonds begrüße, erklärte er: „Es geht entscheidend darum, dass zunächst und in jedem Fall eine gemeinsame Finanzpolitik zwischenstaatlich geschaffen werden muss. Dann kann man über die Instrumente reden.“

Mißfelder sprach sich erneut klar gegen Eurobonds aus, die gemeinschaftlich von der Eurozone ausgegeben werden würden und für die die Euroländer gemeinsam bürgen würden. „Wir müssen auch die Interessen der deutschen Steuerzahler und der nächsten Generationen im Blick haben und dürfen nicht leichtfertig Eurobonds einführen.“

"Keine historischen Weichenstellungen ohne die Parteibasis"
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26 Kommentare zu "Schuldenkrise: Koalitionspitze lehnt Eurobonds weiter ab. Vorerst."

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  • bleib doch mal locker, zeitzeuge.
    ich hab mittlerweile 156kg physisches gold im portfolio. und jeden monat kauf ich 1kg dazu. dann kann ich auch beruhigt schlafen und “zocken“ ohne angstzustände und panik zu bekommen.
    aber man legt eben nicht alle eier in ein körbchen.
    muss ich noch mehr sagen???

  • deutschen "Normalbürger".

  • Und ich freue mich, Otto, wenn Du selber etwas mehr tust, als dich nur zu freuen und Du endlich mit den anderen auf die Straße gehst und laut "EURO weg! Merkel weg!" rufst! Sofa-Revolutionäre nützen niemandem was, kapierst Du das oder ist das zu schwer zu verstehen für einen

  • daytrader, der Gold Chart sagt dir wohl gar nichts, Du "Experte"! Üb schon mal, mit den 500-Euro-Scheinen den Hintern abzuputzen, wenns nicht geht, kauf dir rechtzeitig Toilettenpapier, damit geht besser!

  • Hilf mit, geh mit uns auf die Straße und bring andere mit! Nicht labern, machen!

  • Die Franzosen standen vor der Wahl, ihre faulen Griechenbonds und andere faule Papiere aus der EURO-Zone, die bei ihren Banken liegen, zu 100% selbst zu bezahlen oder sich nur mit 20% beiteiligen zu müssen, wenn u. a. die "dummen" Deutschen dazu bewegt werden können, gemeinsam zu "retten". Da gab es einen Deal zwischen den französischen Gewerkschaften und Sarkos Truppe - feine Freunde! Die werden demnächst auch nach EURO-Bonds im Namen des Friedens schreien und ggf. Hakenkreuze hochhalten... 1914/1939 sind ideologisch näher, als manche glauben!

  • Warum wollen Sie selbst nichts konkret tun? Andere sollens für Sie richten, Sie wackerer Demokrat?

  • Ich bin dabei!

  • UCHODI RUSSKIJ WRAG! SANIMAJSJA C PROBLEMAMI W ROSSIJ! TWIJA PROPAGAND SDJES NJE NADO!

  • Deutschland hat schon viele unfähige Regierungen und schicksalsschläge überstanden.Wie in vielen Kommentaren hier zu lesen ist,daß es keinen Sinn mehr macht gegen den
    schwachsinn unserer Volksvertreter in Sachen Euro und Schuldenübernahme für Griechenland usw.zu schreiben weil es unsere Politiker nicht im geringsten interesiert mag sicher zu treffen.Aber aufgeben dürfen wie deshalb nicht.
    Im Gegenteil ist es wichtig, daß wir Bürger hier unsere Meinung kundtun.So leicht dürfen wir es den verantwortlichen nicht machen.Denn, eines ist sicher, der Euro ist eine Fehlkonstruktion und dazu eine dumme politische Fehlenscheidung an deren Ende der Zusammenbruch Deutschland und gesamt Europas stehen wird.Die verantwortlichen Politiker, egal welcher Coleur müssen wissen, daß sie sich letztendlich nicht aus der Verantwortung stehlen können. Der Bürger wird die Konsequenzen ziehen und sich irgendwann die Regierung wählen, die seinen Bedürfnissen und Vorstellungen entspricht.Allen Unkenrufen zum trotz.Frau Merkel und ihre Vasallen sollte mal einen Blick nach Nordafrika werfen, da kann sie sich mal ein Bild machen, was ihr noch bevorstehen kann.

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