Schulpolitik
NRW, Hessen und Bayern rufen Ganztagsschulmittel nur zögerlich ab

Das mit vier Milliarden Euro dotierte Ganztagsschulprogramm des Bundes wird von den Ländern höchst unterschiedlich genutzt. Nordrhein-Westfalen und Hessen haben nach Informationen des Handelsblatts bis Ende August dieses Jahres gerade mal gut 70 Prozent der Mittel abgerufen.

BERLIN. Obwohl das 2003 gestartete Programm ursprünglich schon Ende 2008 auslaufen sollte, liegt auch Bayern mit einer Quote von gut drei Viertel weit hinten. Bremen und Thüringen hingegen haben die Förderung , die die Länder nicht kofinanzieren müssen, bereits komplett genutzt. Es folgt Berlin mit gut 90 Prozent. Die Länder Baden-Württemberg, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Saarland Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben immerhin mehr als 80 Prozent abgerufen. Insgesamt sind von den vier Milliarden Euro erst 3,16 Milliarden Euro abgeflossen.

Zudem wird das Geld höchst unterschiedlich verwendet: Nach Angaben der GEW hat Bayern die niedrigste Versorgungsrate mit Ganztagsschulprogrammen von rund vier Prozent - Spitzenreiter seien mit mehr als 30 Prozent Berlin, Hamburg, Sachsen und Thüringen. Das Programm wurde bis 2009 verlängert, damit die Länder das Geld auch ausgeben können.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin
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