Schulunterricht Lehrerverband unterstützt Wertekunde-Forderung – aber nicht nur für Flüchtlinge

Die Forderung der Union nach verstärkter Demokratieerziehung findet beim Deutschen Lehrerverband Zuspruch. Sie soll aber alle Schüler betreffen.
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Lehrerverband für Wertekunde – aber nicht nur für Flüchtlinge Quelle: dpa
Bildung

An der Schule soll der geforderte Werteunterricht nach Meinung des Lehrerverbands in den Gesamtlehrplan integriert werden.

(Foto: dpa)

OsnabrückDer Deutsche Lehrerverband begrüßt die Unionsforderung nach verstärkter Werte- und Demokratieerziehung für Zuwandererkinder, hält dies aber für alle Schüler für angebracht. „Dieser wichtige Bereich kommt in den bisherigen Willkommens-, Übergangs- und Sprachlernklassen oft zu kurz, weil der Fokus auf dem Deutschlernen liegt“, sagte Lehrerverbandschef Heinz-Peter Meidinger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

Aber: „Ich bin dafür, diesen Werteunterricht in den Gesamtlehrplan zu integrieren.“ Denn auch im Unterricht für deutsche Schüler würden die Themen Grundgesetz, Rechtsstaatsprinzip und Demokratie „derzeit ganz klein geschrieben“. Meist gebe es erst ab der 10. Klasse einige wenige Stunden Politikunterricht. Ähnlich hatte auch schon die Bildungsgewerkschaft GEW reagiert.

Die Fraktionsspitzen von CDU und CSU aus den Ländern wollen zum Abschluss eines turnusmäßigen Treffens am Dienstag in Frankfurt am Main ein gemeinsames Papier zum Werteunterricht für Flüchtlinge verabschieden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht dabei aber die Bundesländer gefragt. „Jedes Land wird seinen eigenen Weg finden“, sagte Merkel angesichts der Kulturhoheit der Länder am Montag, dem ersten Tag des Unionstreffens.

Meidinger sagte, eine solche Ausweitung des Lehrplans erfordere Zusatzstunden, Zusatzlehrkräfte und eine entsprechende Fortbildung betroffener Lehrkräfte. „Zum Nulltarif ist das nicht zu haben“, sagte er.

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1 Kommentar zu "Schulunterricht: Lehrerverband unterstützt Wertekunde-Forderung – aber nicht nur für Flüchtlinge"

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  • Ich denke, dass kann man sich sparen. Die meisten dürfte das Thema nicht interessieren, oder verstehen. Diejenigen die das Thema verstehen werden den Unterschied zwischen Gelehrtem und Realität wahrnehmen.

    Ein wichtiger Teil des Lehrplans in der Schule war, dass das Grundgesetz mit der Gewaltenteilung und unabänderlichen Grundrechten den Aufstieg eines Diktators verhindern würde. Ich sagte ihnen, dass das GG ein Stück Papier ist womit sich der künftige Diktator den Hintern ...Ein Gesetz ist nur so stark wie die die dahinter stehen. Ich lag falsch, es ist kein Herr...

    Jetzt haben wir eine ehemalige DDR Politikerin...

    Die geschriebene Verfassung interessiert niemanden mehr, s. z.B. Frauenquoten, Umvolkung.... Das Bundesverfassungsgericht urteilt im Sinne des Kanzleramts s. z.B. Finanzierung der Staatshaushalte mittels EZB.... Unpassende Ansichten werden zensiert (GG eine Zensur findet nicht statt), unbotmässige Journalisten zu Haftstrafen verurteilt (Stürzenegger) oder durch staatlich finanzierte Schlägerbanden (Antifa) drangsaliert.

    Hauptgrund ist dass in Deutschland traditionell die Ideologie und Gesinnung höher steht als der Rechtsstaat. Niemand engagiert sich für den Rechtsstaat. Man denke an die offensichtlich willkürliche, rechtswidrige Abschaltung der Kernkraftwerke. Ich vermute dass die Gerichte nur deshalb zugunsten der Betreiber entschieden haben weil Vattenfall ein internationales Schiedsgericht bemüht hat.

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