Schummel-Affäre: Guttenberg-Dämmerung schreckt Union auf

Schummel-Affäre
Guttenberg-Dämmerung schreckt Union auf

Die  Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg mehren sich. Die Kanzlerin ist alarmiert und zitierte ihren Minister ins Kanzleramt. Noch steht die Union zu ihm. Doch der Druck wächst.
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BerlinBundesbildungsministerin Annette Schavan hat im Zusammenhang mit den Plagiatsvorwürfen gegen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor einem vorschnellen Urteil gewarnt. Auch Minister hätten den Anspruch, nicht vorverurteilt zu werden, sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende der „Rheinischen Post“. Die Universität Bayreuth werde den Vorgang prüfen. Guttenberg habe bereits eine erste Stellungnahme abgegeben.

Der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt, sagte dem „Hamburger Abendblatt“, er könne in der Doktorarbeit kein „materielles Plagiat“ erkennen. Guttenberg werde die Dissertation noch mal durchgehen. „Wenn die bisherigen Fußnoten nicht ausreichen, muss es eine zweite, verbesserte Auflage geben“, sagte der CSU-Politiker.

Guttenberg war einem ZDF-Bericht zufolge am Donnerstagabend zu einem Gespräch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt. Merkel habe eine Erklärung zu den Vorwürfen haben wollen. Zuvor hatte Guttenberg kurzfristig eine Wahlkampfveranstaltung in Sachsen-Anhalt abgesagt.

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  • Wiefelspütz aht Recht. Solle es wirklich zur Aberkennung des Dr.-Titels kommen, weil die Vorwürfe stimmen, so muß er zurück treten.
    Frau Prof. Zehnpfennig, die ja auch via Medien schwre Vorwürfe erhaoben hat, weil Guttenberg wohl von ihr abgeschreiben hat, ohne es kenntlich zu machen, gilt als absolut hochrangige Professorn. Mein Sohn kennt sie persönlich, er hatte bei ihr Vorlesung.
    Wenn das alles stimmt, dann wäre es wirklich fatal.

  • Man sollte den Verteidigungsminister nicht vorverurteilen und die Ergebnisse der Untersuchung abwarten. Es kann aber auch nicht sein, dass mögliche Ungereimtheiten bereits jetzt bagatellisiert werden - der Doktortitel ist für den Erwerber nicht zuletzt von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz und Plagiatsvorwürfe können keinesfalls als Kavaliersdelikt angesehen werden. Allein den Anschein zu erwecken, derartige Verfehlungen seien Kleinigkeiten und darüber hinaus üblich und geduldet, ist für die überwiegende Masse der Promovierten ein Schlag ins Gesicht!

  • Wir hatten schon mal einen "Medienkanzler", vielleicht hat uns das "Schicksal" den nächsten auf diese Weise erspart. Frau Merkel schwimmt nun voraussichtlich ein weiteres "Fell" weg.

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