Schummel-Dissertationen: Das sind die Abschreiber

Schummel-DissertationenDas sind die Abschreiber

Nach der spektakulären Affäre um die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg gerieten immer mehr Politiker unter Plagiatsverdacht. Viele von ihnen müssen nun auf den kleidsamen „Doktor“ vor ihrem Namen verzichten.

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    Kommentare zu " Schummel-Dissertationen: Das sind die Abschreiber"

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    • @ Luftikus1

      Ja tolle Idee Sie Kretin! Was glauben Sie warum Sie heute in Saus und Braus leben und die deutsche Wirtschaft brummt. Ohne eine derart hochentwickelte Rechtsordnung würden Sie keinen Cent Kredit von irgendwoher bekommen oder müssten sich der Gewalt ihres Gläubigers mit Leib und Leben ausliefern oder sich mittels einer Achtklausel für rechts- und vogelfrei erklären lassen damit Sie irgendeine Sicherheit leisten könnten. Niemand würde niemandem trauen, Wertschöpfung und Wohlstand wäre eher eine Frage des Bizepsumfangs, weil dann der Stärkere Sie einfach fressen würde, wenn es ihm passte. Ohne verlängerten Eigentumsvorbehalt, Mantelzession, Sicherungsübereignung, Kontokorrent, Vormerkung (einschll. Grunbuch und aller anderen öffentlichen Register), Abstraktionsprinzip und Nießbrauchrecht würden Sie in der Steinzeit leben. Das alles was Sie um sich wahrnehmen, ist nur möglich, weil es auf einer auf dem Hirnschmalz ihrer Vorväter errichteten höchst komplexen Rechtsordnung beruht. Schauen Sie mal über den Tellerrand ihrer Profession hinaus, es wird behauptet, dass Lesen einschlägiger Literatur hier weiterhelfen soll.

      Wie kann man sich mit seiner Einfältigkeit, Unwissenheit und schlichter intellektueller Abstinenz nur derart öffentlich selbst disqualifizieren?!?

    • Vertrauensvotum für die heutige Promotionspolitik?

      Ich denke, dass die Probleme auf diesem Gebiet weiter reichen, als nur das Abschreiben der Dissertationen. Es sieht so aus, als ob die ganze Wissenschaft ein totales Makeover benötige, das in erster Linie Aufmerksamkeit für Normen und Werte in der Wissenschaft auf die Tagesordnung bringen würde. Was sind unsere Werte als (zukünftige) Wissenschaftler? Hat die Vernetzung unserer Welt Folgen für die Wertorientierung, mit Internet als Träger einer neuen Kollektivintelligenz? Wie steht es mit dem ewig dauernden Spannungsfeld zwischen Macht und Wissenschaft in der Digitalwelt? Oder konkreter formuliert: Kommt die Wissenschaft auch in“ Aufrufkultur“ zurecht, auch wenn es hier anders genannt wird und in Subventionen und Ernennungen verhüllt ist? Wie lange herrscht noch die Kultur einer Dissertation, die in der Wirklichkeit nur kontrolliert, ob Sie das „Handwerk“ eines Wissenschaftlers beherrschen und das mit allen Beweisen, die noch aus der Zeit vor Web-Entwicklung stammen. Steht in der heutigen Wissenschaft kein Inhalt mehr im Mittelpunkt, und werden mit der Siegel „wissenschaftstauglich “ sozial erwünschte und schöne Inhalte geschickt, wodurch eigentlich sehr viele Möglichkeiten für die konventionelle Ideologie bleiben. Haben Sie je eine Dissertation gesehen, worin die Gedanken des betreuenden Professors zugrunde gerichtet würden?
      Ich hoffe, dass individuelle Kompetenzen sowie Ehrlichkeit und Integrität in Bezug auf eigene Möglichkeiten und die Kommunikation darüber in hohem Masse zum Erfolg beitragen werden. Authentizität und Glaubwürdigkeit sind für mich persönlich in der Wissenschaft ausschlaggebend. Welchen Einfluss wird das Web konkret auf die Wissenschaft ausüben? Ich hoffe auf jeden Fall, dass die Wissenschaftler des 21. Jahrhunderts die Wissenschaft auf jeden Fall humaner machen können.
      Sind Sie bereit, ein Gespräch darüber zu beginnen?

    • Zitat von heute (16.10.2012):
      > Wochenlang beherrschte Anfang dieses Jahres die
      > Plagiatsaffäre um den CSU-Politiker Karl-Theodor zu
      > Guttenberg die Schlagzeilen. Mitte Februar tauchten
      > erste Berichte . . .

      Kann es sein, dass das Handelsblatt bei sich selbst aus Berichten des Jahres 2011 abschreibt???

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