Schutz von Unternehmen
BDI ist gegen „Goldene Aktie“

Der Vorschlag, EU-Unternehmen mit einer so genannten goldenen Aktie vor unerwünschten Übernahmen zu schützen, stößt auf entschiedenen Widerstand des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Auch das Bundesfinanzministerium ist skeptisch.

HB BERLIN. "Es ist nicht akzeptabel, „dass der potenzielle Einfluss ausländischer Staaten auf die Geschäftsführung durch den faktischen Einfluss der heimischen Politik ersetzt wird“, sagte Klaus Bräunig, Sprecher der BDI-Hauptgeschäftsführung, dem Handelsblatt. Auch das Bundesfinanzministerium ist skeptisch, ob ein solches Vetorecht eingeführt werden sollte. „Goldene Aktien sind ein starker Eingriff in den Kapitalmarkt“, hieß es aus dem Ministerium.

EU-Handelskommissar Peter Mandelson hatte Anfang der Woche in einem Handelsblatt-Interview vorgeschlagen, durch das Instrument einer goldenen Aktie die Kontrolle über „wichtige und politisch sensible Schlüsselindustrien“ zu bewahren. Die Inhaber solcher Aktien haben bestimmte Privilegien, etwa Mehrfachstimmrechte oder ein Vetorecht. Damit können sie feindliche Übernahmen verhindern. „Goldene Aktien sind aber nicht nur im Hinblick auf die Kapitalverkehrsfreiheit und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes kritisch zu durchleuchten“, mahnte BDI-Mann Bräunig.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%