Schutz vor Spionage

NSA-Ausschuss will Schreibmaschine verwenden

Altbewährt, analog und unhackbar: Mit Uralt-Technologie könnte sich der NSA-Ausschuss gegen Spionage schützen. Man erwäge, eine Schreibmaschine statt Computer einzusetzen, sagte der Ausschussvorsitzende Patrick Sensburg.
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Sicherer als jede Verschlüsselung: Eine analoge Schreibmaschine kann nicht gehackt werden. Quelle: ap

Sicherer als jede Verschlüsselung: Eine analoge Schreibmaschine kann nicht gehackt werden.

(Foto: ap)

BerlinDer Untersuchungsausschuss des Bundestages zur NSA-Ausspähaffäre hat alle Hände voll zu tun, um seine eigene Arbeit abhörsicher zu gestalten. „Wir müssen natürlich versuchen, unsere interne Kommunikation sicher zu halten, verschlüsselte E-Mails senden, Krypto-Telefone nutzen und andere Dinge, die ich jetzt hier natürlich nicht sage“, erklärte der Ausschussvorsitzende Patrick Sensburg (CDU) am Montag im ARD-Morgenmagazin. Selbst über die Nutzung einer Schreibmaschine anstatt von Computern habe man schon nachgedacht. „Tatsächlich haben wir das - und zwar eine nicht-elektronische Schreibmaschine“, antwortete er auf eine entsprechende Frage.

Dass zuletzt von US-Außenminister John Kerry im Streit mit den USA über Spionage- und Ausspähaktionen von US-Diensten in Deutschland etwas moderatere Töne angeschlagen wurden, begrüßte Sensburg. „Moderate Töne sind richtig und auch wichtig“, sagte er. Man müsse im Gespräch bleiben und gemeinsam nach Lösungen suchen. Der CDU-Politiker unterstrich zugleich: „Aber es muss sich natürlich etwas ändern. Das, was wir hier erleben, kann nicht weiter so stattfinden.“ Die Bürgerinnen und Bürger bis hin zur Bundeskanzlerin auszuspionieren, das gehöre nicht zum freundschaftlichen Umfang miteinander. „Ich glaube, das ist auch nicht im Interesse der Amerikaner, was wir hier erleben.“

Sensburg plädierte dafür, mehr für die Spionageabwehr in Deutschland zu tun. Dafür spreche allein schon, dass deutschen Unternehmen und damit der deutschen Volkswirtschaft insgesamt jährlich Schäden in Höhe von acht Milliarden Euro durch Spionage von Auslandsdiensten entstünden.

Die „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, in der deutschen Regierung spionierten mehr als ein Dutzend Mitarbeiter für den US-Geheimdienst CIA. In der vergangenen Woche waren zwei mutmaßliche US-Spione enttarnt worden. Daraufhin hatte die Bundesregierung den Repräsentanten der US-Geheimdienste in Deutschland aufgefordert, das Land zu verlassen.

  • rtr
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7 Kommentare zu "Schutz vor Spionage: NSA-Ausschuss will Schreibmaschine verwenden"

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  • Wir wruden doch immr ausspioniert. Nicht so schlimm wie ejtzt, aber eben immer
    Auch Merkel mußte den Vertrag unterzeichnen, als die Kanzlerin wurde. Also soll sie doch heute nicht so tun.
    Hinzu kommt, dass Meerekl extrem USA-hörig ist.
    Wir denken mal an ihre Hörigkeit mit Bush jun., dem ist sie hinten reingekrochen, dass sie oben schon wieder rauskam

  • Da müssen die aber alle erst mal zur VHS zu einem Schreibmaschinen-Kurs, denn richtig tippen können die doch alle nicht

  • Anstatt sich im NSA-Ausschuß bei der Aufklärung ohnehin bekannter Sachverhalte zu paralysieren, sollte man sich auf dessen dritten Untersuchungsauftrag konzentrieren. Also ausgehend von der Tatsache, dass mittlerweile zur Spionage und Überwachung alle verfügbaren technischen Mittelflächendeckend und umfassend eingesetzt werden, müssen endlich transparente und verbindliche gesetzliche Regeln beschlossen und moralische Regeln akzeptiert werden, die den Menschen- und Freiheitsrechten wieder absoluten Vorrang einräumen und den sicherheitsbedingten Maßnahmen enge, richterlich und parlamentarisch überwachte Grenzen setzt. Hier müssten dann unsere Politiker endlich einmal Farbe bekenne, was ihnen denn unsere Freiheitsrechte wert sind. Es scheint nicht schwer vorherzusagen, was denn das Ergebnis sein wird. Sofern sie überhaupt den Mut haben, sich offen dazu zu bekennen. Diese Regeln dann auch international durchzusetzen ist dann der nächste Schritt.
    Wenn sich also der Ausschuß jetzt auf den dritten Auftrag konzentrieren würde, müsste er nicht zu steinzeitlichen Werkzeugen (Schreibmaschine) zurückkehren. Denn was die deutsche Position ist, können und sollen die Amerikaner dann doch gleich im Originalton hören.

    Mein Tip zur Überbrückung: Sigismund Ruestig auf YouTube:

    http://youtu.be/v1kEKFu6PkY
    http://youtu.be/pcc6MbYyoM4
    http://youtu.be/_a_hz2Uw34Y

    Viel Spaß.

  • Außenminister Kerry brachte es auf den PunkT: Mit Deutschland besteht eine strategische Partnerschaft und sonst nichts. Nach 2001 wurde die Freundschaft beendet mit solchen Leuten geht man nur Gefahr für das eigene Leben ein

    Deutsche Politiker sehen dagegen immer noch eine Freundschaft mit Amerika aber wann haben die schon mal etwas richtig erkannt oder hatten Visionen. Die Wiedervereinigung wurde ja auch von den meisten Politikern als Utopie gesehen.

    Das ein hochmodernes Land wieder auf Schreibmaschinen zurück greifen will, zeugt von unfassbarer Unfähigkeit und Merkel sollte komplett zurück treten auch wenn die Nachfolger noch schlimmer überwacht werden , weil ROT/GRÜN 2001 die Verantwortung der Sicherheit inne hatten.

    Nach dem Anschlag tanzten Muslime auf Deutschlands Strassen und feierten den Anschlag und die Tausende von Toten.

    Kein Amerikanischer Politiker wird jemals Deutsche Politiker ohne Aufsicht lassen.

    Nicht einmal ein Denkmahl gibt es in Hamburg oder Berlin wo sonst Deutschland mit Denkmählern zugepflaster ist.

  • ---@ ... derGloeckner

    mal im Ernst, was haben sie eigentlich geraucht ? Oder meinen sie im Ernst, dass man sich ihren Post wirklich durchliest??

    Prost

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    als Eine von nur einzelnen OnlineMedien (< ½ Dutzend/ im DE Internet) verdeutlicht >Handelsblatt.de< das einstehen für Bürgerrechte, Freiheit und Datenschutz,
    ein (WEST;-) Exzellent !!

    so hat >Handelsblatt.de< den Vorgaben des Polizei-/Überwachungsstaates
    durch eine Sonderlösung die Stirn geboten und stehen damit
    für die Bürgerrechte im Land ein!
    BRAVO!!

    EIN großes Lob für die Bürgerrechte & Freiheit
    gehört an die Verlagsgruppe (Düsseldorf) Handelsblatt.de!

    – "Handelsblatt.de for Präsident!" –

    dazu mehr
    hier:
    http://www.heise.de/ct/artikel/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html


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