Schwache Nachfrage
Exporteure müssen Preise senken

Die Ausfuhrpreise sind im November um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gefallen – das sind die stärksten Preissenkungen seit vier Jahren. Verantwortlich dafür ist die schwache Nachfrage für deutsche Exporte.
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BerlinDie weltweit schwache Nachfrage zwingt die deutschen Exporteure zu den stärksten Preissenkungen seit vier Jahren. Die Ausfuhrpreise fielen im November um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt im November des Krisenjahres 2009 mit 1,7 Prozent.

Hauptgrund ist die schwächelnde Weltkonjunktur, die die Unternehmen zu Preiszugeständnissen zwingt. So fielen die deutschen Exporte von Januar bis Oktober um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für 2014 zeichnet sich aber Besserung ab: Das Ifo-Institut rechnet mit einem Wachstum von fast sechs Prozent.

Die schlappe Weltkonjunktur hat auch Vorteile für die deutschen Unternehmen. Viele Vorleistungen und Rohstoffe können billiger eingekauft werden. Die Importpreise fielen im November 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Da die deutschen Warenexporte zu mehr als 40 Prozent aus zuvor importierten Teilen besteht, drückt das die Kosten spürbar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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