Schwache Wahlbeteiligung
CDU gewinnt niedersächsische Kommunalwahlen

Eineinhalb Jahre vor der Landtagswahl hat die CDU die Kommunalwahl in Niedersachsen am Sonntag gewonnen, musste aber Verluste hinnehmen. Die Wahlbeteiligung lag bei einem historischen Tiefstand von 51,8 Prozent.

HB HANNOVER. Die Union kam nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis landesweit auf 41,3 Prozent. Das waren 1,3 Prozentpunkte weniger als 2001. Die SPD verlor 2,0 Punkte und erzielte 36,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung sank auf einen historischen Tiefstand von 51,8 Prozent. 2001 lag sie bei 56,2 Prozent.

Die Grünen bauten ihre Position als drittstärkste Kraft aus. Sie gewannen 1,1 Punkte und erreichten 7,8 Prozent. Die FDP, Koalitionspartner der CDU im Land, gewann 0,5 Punkte und kam auf 6,7 Prozent. Am Montagvormittag wollen die Parteien das Wahlergebnis analysieren.

Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover bleibt auch nach sechs Jahrzehnten in sozialdemokratischer Hand. Am Sonntag wurde SPD-Bewerber Stephan Weil mit absoluter Mehrheit zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Er wird damit Nachfolger seines Parteifreunds Herbert Schmalstieg, der nach 34 Jahren nicht mehr kandidierte. Dafür gewann die CDU die OB-Wahl in der zweitgrößten niedersächsischen Stadt Braunschweig.

Rund 6,37 Mill. Bürger waren zur Wahl aufgerufen. „Die Wahl ist im Großen und Ganzen ruhig verlaufen“, sagte Landeswahlleiter Karl-Ludwig Strelen. Größere Pannen habe es nicht gegeben. Die Wähler entschieden über die Zusammensetzung von 2352 Stadt- und Gemeinderäten sowie Kreistagen. Zudem wurden 318 Bürgermeister sowie Landräte direkt gewählt.

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