Schwankungsreserve wird eingehalten
Liquiditätsengpass bei Renten möglich

Wegen unerwartet niedriger Einnahmen in den ersten fünf Monaten des Jahres hält die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) Liquiditätsprobleme für möglich.

HB WIESBADEN. Schon ein geringes Unterschreiten der von der Bundesregierung unterstellten Lohnentwicklung könnte vorgezogene Zuschüsse oder zinslose Darlehen des Bundes erforderlich machen, um die Renten auszahlen zu können, sagte der BfA-Vorstandsvorsitzende Christian Zahn am Mittwoch in Wiesbaden. Die Schwankungsreserve von 0,2 Monatsausgaben werde aber eingehalten. Es sei gerechtfertigt, den Beitragssatz 2005 bei 19,5 % zu belassen, sagte Zahn. Raum für eine Senkung sah er bis 2008 nicht.

Nach BfA-Berechnungen ist das Renteneinstiegsalter seit 1998 deutlich gestiegen. Männliche Neurentner waren 2003 in den alten Bundesländern im Schnitt 63 Jahre alt (plus 0,7 Jahre), in den neuen 62,8 Jahre (plus 1,2 Jahre). Ähnlich war es bei den Frauen, die in Westdeutschland im Schnitt mit 62,8 Jahren in Rente gingen, im Osten mit 61,1 Jahren. Offensichtlich griffen die Maßnahmen der vergangenen Jahre, sagte BfA-Direktor Klaus Michaelis. Die Neurentner könnten bei durchschnittlicher Lebenserwartung auf die von ihnen und ihren Arbeitgebern eingezahlten Beiträge eine Rendite von vier bis 5 % erwarten. Bis 2020 sinke sie auf 3 % für Männer und 3,6 % für Frauen, um sich dann auf diesen Werten zu stabilisieren.

Die BfA ist nach eigenen Angaben mit rund 25 Mill. Versicherten und gut neun Mill. Rentnern der größte Rentenversicherungsträger Europas. Sie beschäftigt rund 27 000 Mitarbeiter. Der Jahresetat liegt bei rund 125 Mrd. €.

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