Schwarz-Gelb behauptet knappen Vorsprung
Schröder sieht Chancen auf einen Wahlerfolg

Die erklärten Wunschpartner in einer neuen Bundesregierung, Union und FDP, behaupten sich in einer neuen Umfrage mit einem knappen Vorsprung von einem Prozentpunkt vor SPD, Grünen und Linkspartei.

HB BERLIN. Trotz eines nach wie vor zweistelligen Rückstandes auf die Union in den Umfragen sieht Kanzler Gerhard Schröder (SPD) weiterhin Chancen auf einen Erfolg bei der geplanten Bundestagswahl. Seine Partei beginne langsam in den Umfragen zu steigen und müsse nun in den nächsten vier Wochen die hohe Zustimmung für seine Person ummünzen, sagte Schröder im Deutschlandfunk. "Wir wissen inzwischen, dass die Wahlentscheidungen immer später fallen. Lassen Sie uns 14 Tage vorher reden - dann sieht das anders aus", sagte der Kanzler dem Sender N24.

Eine aktuelle Umfrage von TNS Infratest für das Magazin "Der Spiegel" bestätigt, dass die Unsicherheit in allen politischen Lagern noch groß ist, da sich erst knapp die Hälfte der Wähler endgültig entschieden haben (Westen: 49 Prozent; Osten: 45 Prozent). Für eine schwarz-gelbe Koalition wird es demnach äußerst knapp. Während andere Umfragen diese Woche wieder eine deutlichere Mehrheit für Union und FDP ermittelten, kommen die bürgerlichen Parteien bei TNS Infratest zusammen auf 49 Prozent in der Wählergunst - gegenüber 48 Prozent für SPD, Grüne und Linkspartei.

In der so genannten Sonntagsfrage erreichen CDU/CSU derzeit 42 Prozent, die FDP 7 Prozent. Die SPD kommt auf 30 Prozent, die Grünen liegen bei 8 Prozent, die in Linkspartei umbenannte PDS bei 10 Prozent. In Ostdeutschland wollen laut Infratest 29 Prozent der Linkspartei ihre Stimme geben, 28 Prozent CDU/CSU, 27 Prozent der SPD, 6 Prozent den Grünen und 5 Prozent der FDP.

Auch SPD-Chef Franz Müntefering äußerte sich in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" optimistisch zu den Wahlaussichten seiner Partei: "Wir gewinnen." Auf die Frage: "Was ist eigentlich mehr Mist: Opposition oder eine große Koalition?" sagte er: "Wir sind nicht dafür da, dass wir nur Parteitage abhalten, Konferenzen oder Ortsvereinstreffen. Wir wollen in den Städten die Bürgermeister stellen, in den Ländern regieren und genauso auf der Bundesebene."

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