Schwarz-grüne Verhandlungsmasse in Hamburg
Niedersachsen hat Bedenken gegen Elbvertiefung

BERLIN. Niedersachsen beharrt auf seinen Einwänden gegen die von Hamburg geplante erneute Elbvertiefung. "Zunächst einmal müssen die Schäden aus der letzten Elbvertiefung beseitigt werden. Erst dann kann man über eine erneute Elbvertiefung reden", sagte der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) dem Handelsblatt. "Wir haben die Bedenken zur Deichsicherheit weiterhin." Sander sprach von einem "dreistelligen Millionenbetrag" zur Beseitigung der Altschäden. "Die Elbe ist eine Bundeswasserstraße. Deshalb ist der Bund gefordert."

Angesichts der schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen in Hamburg betonte Sander: "Auf jeden Fall sollten Niedersachsens Belange auch gegenüber dem Bund mitgedacht werden. Sonst kommen wir nicht weiter."

Ausdrücklich wies er den Vorwurf aus Hamburg zurück, die schwarz-gelbe Landesregierung in Hannover wolle die Elbvertiefung verhindern, um den Ausbau des Tiefseewasser-Hafens in Wilhelmshaven zu sichern. "Das ist absoluter Unsinn." Der Hamburger Hafen sei für Niedersachsen der zweitgrößte Arbeitgeber. "Uns geht es ausschließlich um die Sicherheit der Menschen, der Wirtschaft und der Natur hinter den Deichen." Niedersachsen hat im Planfeststellungsverfahren Einspruchsmöglichkeiten.

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