Deutschland
Schwarzarbeiter in Deutschland

Ohne Aufenthaltsrecht: „Illegal Beschäftigte“ stammen häufig aus Ländern außerhalb der EU, die ohne Erlaubnis in Deutschland arbeiten. Unternehmer, die Ausländer illegal beschäftigen, machen sich strafbar und müssen mit Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen.

Ohne Rechnung: „Schwarzarbeiter“ verdienen als Selbstständige Geld, ohne ein Gewerbe angemeldet zu haben oder in der Handwerksrolle eingetragen zu sein. Nicht selten beziehen sie nebenbei Sozialleistungen. Schwarzarbeiter lassen sich bar bezahlen und hinterziehen so Steuern und Abgaben. Arbeitgeber, die Schwarzarbeiter beschäftigen, handelten bisher ordnungswidrig. Sie begingen allerdings keine Straftat.

Ohne Lücke: Mit seinem Gesetzentwurf gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung wollte Bundesfinanzminister Hans Eichel bestehende Gesetzeslücken schließen. Sein Entwurf sah ursprünglich vor, die Beschäftigung von Schwarzarbeitern grundsätzlich als Straftat zu werten.

Ohne Schärfe: Nach heftigen öffentlichen Diskussionen hat die rot-grüne Regierungskoalition Eichels Gesetzentwurf entschärft: Privathaushalte, die etwa ihre Putzfrau schwarz beschäftigen, sollen nun weiterhin lediglich wegen Ordnungswidrigkeit belangt werden. Unentgeltliche Nachbarschaftshilfe bleibt nach wie vor zulässig.

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