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05.02.2008 

Vielleicht bekommt die Industrie es ja ein bisschen billiger hin, hofft der Karrierebeamte, der einst in seiner Heimatstadt Erlangen auf dieselbe Schule ging wie der langjährige Siemens-Chef Heinrich von Pierer. Doch Pierer ist längst Geschichte, von der Korruptionsaffäre vergangenes Jahr aus dem Amt entschwebt.

Siemens vermarktet den Zug zusammen mit Thyssen-Krupp. Der Münchener Konzern gibt sich zuversichtlich: "Der Transrapid kommt", sagt ein Sprecher der Verkehrstechniksparte von Siemens. "Aber die Entscheidung muss politisch fallen", fügt er listig hinzu.

Siemens verkauft viele Schnellzüge in der Welt, ein Transrapid war bisher nur einmal dabei. Konzernchef Peter Löscher und der Thyssen-Krupp-Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz haben zwar zugesagt, die Münchener Strecke zum Selbstkostenpreis anzubieten. Draufzahlen wollen sie aber auch nicht.

Mehr als einmal soll die Staatsregierung Löscher in den vergangenen Monaten gebeten haben, sich öffentlich für den Transrapid einzusetzen: Schließlich hat der Siemens-Chef gleich zwei Transrapid-Modelle in seinem Büro ausgestellt. Doch dem Konzern ist das Thema zu heiß.

Als sich Siemens Ende der 80er-Jahre öffentlich für die umstrittene Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf einsetzte, stieg die Staatsregierung plötzlich aus. "Das ist haften geblieben", heißt es im Konzern. Die Zeit der öffentlichen Bündnisse für heikle Großprojekte ist auch in Bayern vorbei.

So steigen andere auf die Bühne, "Bayern Pro Rapid" macht mobil. Michael Kerkloh, der rührige Chef des Münchener Flughafens, hat zur Podiumsdiskussion geladen. Das Lokalfernsehen zeichnet auf, der Veranstaltungsort zwischen den Jets auf dem Vorfeld ist spektakulär gewählt.

Lesen Sie weiter auf Seite 5: Den "Geburtsfehler" beheben

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