Schweinegrippe
Bund und Länder: Keine Einigung bei Impfkosten

Die Vorbereitungen für die geplante Schweingrippe-Massenimpfung für mehr als 35 Millionen Bundesbürger haben einen Rückschlag erlitten. Bund und Länder konnten sich am Montag nicht über die Übernahme der Kosten einigen.

HB BERLIN. Zuzahlungen werden nötig, wenn mehr als die Hälfte der gesetzlich Versicherten geimpft werden will. Die Vertreter gingen ohne Ergebnis auseinander, hieß es aus Verhandlungskreisen. Der Bund beharrte demnach auf einer Kostenteilung, während Ländervertreter dies ablehnten. Sie kritisierten, dass zuvor keine Kosten für die Bundesländer vereinbart worden seien. Es bestehe aber die Notwendigkeit, möglichst bald weiter zu verhandeln.

Die Gesundheitsminister der Länder wollen an diesem Dienstag in einer Telefonkonferenz über die Impfaktion beraten. „Wir sind an einer zügigen Bestellung interessiert, damit jeder Bürger in diesem Jahr geimpft werden, kann“, sagte der Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums, Thomas Schulz. Thüringen hat den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz der Länder.

Die Krankenkassen zahlen zunächst den Impfschutz für bis zu 35 Millionen Menschen, vor allem chronisch Kranke, Schwangere und medizinisches Personal. Bund und Länder wollen den Weg dafür ebnen, dass sich jeder impfen lassen kann, der dies möchte. Der Bund rechnet mit mehr als 60 Millionen Menschen.

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