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Schweinegrippe-Risiken: Impfstoff-Hersteller übervorteilt Bund und Länder

Für den Impfstoffproduzenten Glaxo Smithkline ist der Kampf gegen die Schweinegrippe ein sicheres Geschäft. Bund und Länder tragen die Risiken weitgehend allein. So ist etwa die Informationspflicht einseitig zulasten der Länder geregelt. Kritik gibt es außerdem an dem hohen Preis pro Impfdosis.

Eine Patientin lässt sich gegen die Schweinegrippe impfen. Für den Impfstoff-Hersteller ist der Kampf gegen die Pandemie ein sicheres Geschäft. Bund und Länder dagegen tragen hohe Risiken. Quelle: dpa
Eine Patientin lässt sich gegen die Schweinegrippe impfen. Für den Impfstoff-Hersteller ist der Kampf gegen die Pandemie ein sicheres Geschäft. Bund und Länder dagegen tragen hohe Risiken. Quelle: dpa

BERLIN. Das 20-seitige Vertragswerk nebst umfangreichen Anlagen, das dem Handelsblatt vorliegt, verlagert die Risiken für die Impfung von 50 Prozent der deutschen Bevölkerung gegen die Schweinegrippe einseitig auf Bund und Länder. Das gilt sowohl für die rechtzeitige Lieferung der erforderlichen Impfdosen als auch zumindest einen großen Teil möglicher Nebenwirkungen des Impfstoffes Pandemrix.

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„Das ganze Vertragswerk zeugt nicht unbedingt von höchstem Verhandlungsgeschick der Länder und des Bundes“, sagte ein hoher Krankenkassenvertreter dem Handelsblatt in einer ersten Reaktion. „GSK hat es verstanden, sich einerseits optimale Gewinnchancen zu sichern und andererseits sowohl seine Ausfall- als auch seine Haftungsrisiken weitestgehend zu minimieren.“

Der Branchendienst Arznei-Telegramm kritisierte, dass Bund und Länder darauf verzichtet hätten, externen Sachverstand beim Abschluss der Verträge hinzuzuziehen. Angesichts der Kosten für die öffentliche Hand von 500 Millionen Euro hätten die Verträge auch nicht geheim gehalten werden dürfen.

Als überhöht wurde auch der vereinbarte Preis pro Impfdosis von sieben Euro plus Mehrwertsteuer kritisiert, davon allein sechs Euro für den wegen seiner Nebenwirkungen umstrittenen Hilfsstoff. „Das ist ein sehr guter Preis für ein bisschen Haifischleberextrakt“, heißt es in einer internen Bewertung eines Kassenverbands, die dem Handelsblatt vorliegt.

Hätten Bund und Länder statt eines niedrig dosierten Impfstoffs mit Unterstützerstoffen einen höher dosierten ohne Wirkungsverstärker bestellt, wie er zum Beispiel in den USA eingesetzt werde, wären sie mit Kosten von vier Euro pro Dosis nicht nur günstiger weggekommen. Sie hätten zudem einen bewährten Impfstoff für alle Risikogruppen inklusive Schwangere gehabt.

  • 28.11.2009, 21:06 UhrAnonymer Benutzer: Denkerist

    @ [7] backermeisterbullerjahn

    Ja, es werden langsam viele die den bürger über den Tisch ziehen wollen. Und eigentlich sollte die Regierung auch ein wenig die Seite der bürger in diesem Spiel zwischen den interessen der bürger und der Wirtschaft vertreten. Stattdessen sind sie nur noch Marionetten der banken und Wirtschaft.

    Ja die impfung ist nicht unumstritten, bei den von ihnen genannten inhaltsstoffen handelt es sich um den Wirkverstärker Squalen. Er hat auch in einem Medikament für US-Soldaten im Golfkrieg starke Nebenwirkungen gezeigt. Daß der Haupteigner der diesen damaligen impstoff herstellenden Fa. auch noch Ex-US-Verteidigungsminister Rumsfeld ist, sei nur am Rande erwähnt.

    Übrigens, in anderen Ländern reagiert man anders als in Deutschland - gesünder und steuernsparender!
    http://info.kopp-verlag.de/news/schweinegrippe-impfung-polnische-gesundheitsministerin-warnt-vor-moeglicherweise-toedlichen-nebenwi.html

    [9] bobby
    Hier Schweinegrippe, da Lobbyarbeit für Energieversorger. Für mich wäre interessant, ob es in dem deutschen Parlament einen Politiker gibt, der für die bürger und nicht für die banken und Witschaftsverbände arbeitet. Nur einen bitte.

  • 24.11.2009, 00:08 UhrAnonymer Benutzer: Bobby

    Zu einem Vertrag gehören immer zwei Parteien. Einseitig kann die Pharmaindustrie ihre interessen nicht durchsetzen. Daher die entscheidende Frage: Wer hat den Vertrag für bund und Länder ausgehandelt und unterschrieben? An dieser Stelle wären Namen sehr interessant.

  • 23.11.2009, 18:24 UhrAnonymer Benutzer: chiccco

    Man sollte Menschen gegen Menschengrippe impfen.
    Man sollte Schweine gegen Schweinegrippe impfen.

    Nur George Orwell wusste im Schlußsatz seines buches: Die Farm der Tiere...... zu berichten,
    daß Menschen auch Schweine sein können. besonders
    die, welche anderen Menschen impfungen andrehen möchten, um ihre Geldgier zu befriedigen.

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