Seehofer für Einigung optimistisch
Rufe nach Unions-Krisengipfel

Der Streit über den Kurs in der Sozialpolitik lässt CDU und CSU derzeit in keinem guten Licht erscheinen. Führende Unionspolitiker sehen daher jetzt CDU-Chefin Angela Merkel und den CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber gefordert, schnell einen Kompromiss zu finden.

HB BERLIN. Der stellvertretende Unions-Fraktionschef Wolfgang Bosbach (CDU) forderte in einem Zeitungsinterview ein Krisentreffen der beiden Parteivorsitzenden. „Die Leute wollen wissen, was CDU und CSU in gemeinsamer Regierungsverantwortung umsetzen würden.“ Der CSU-Wirtschaftsexperte Hans Michelbach verlangte, Merkel und Stoiber sollten sich noch vor Beginn des CDU-Parteitags in rund zwei Wochen zusammensetzen, um nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.

In der CDU hat sich der Unmut über den Kurs der Schwesterpartei in der Rentenpolitik und den CSU-Sozialexperten Horst Seehofer verstärkt, der die Pläne der CDU zum Umbau des Gesundheitswesens kritisiert hatte. In der CDU wurde auch die Frage aufgeworfen, ob Seehofer weiterhin seinen Posten als stellvertretender Unions-Fraktionsvorsitzender ausfüllen könne. CSU-Chef Stoiber mahnte, die unionsinterne Debatte über die Zukunft der Sozialsysteme besonnener zu führen.

Seehofer zeigte sich zuversichtlich, dass die Schwesterparteien eine Einigung erzielen können. „Was wir brauchen, ist eine inhaltliche Diskussion. Zwei selbstständige Parteien müssen sich eben erst positionieren“, sagte Seehofer in einem Zeitungsinterview. „Am Ende wird man sich in allen Bereichen verständigen."

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