Unterdessen wurden in Sachsen als Reaktion auf den Fleischskandal acht Kühlhäuser und 329 Kühllagerräume überprüft. Dabei habe es jedoch keine Beanstandungen gegeben, versicherte der Staatssekretär im Dresdner Sozialministerium, Albert Hauser.
Es habe lediglich Anfang dieser Woche den Fall eines Betriebes in Treuen bei Plauen gegeben, an den schlechtes Geflügelfleisch aus Niedersachsen geliefert wurde. Das Unternehmen, das Dönerfleisch herstelle, habe bei seinen Eingangskontrollen dieses Fleisch entdeckt und es nicht verarbeitet.
Nach Angaben des Ministeriums wurden bei den Überprüfungen 350 Lebensmittelkontrolleure und Tierärzte eingesetzt. „Trotz der strengsten staatlichen Kontrollen gibt es aber keine hundertprozentige Sicherheit für Verbraucher, zumal, wenn viel kriminelle Energie im Spiel ist“, sagte Hauser. Der Kauf bei sächsischen Direktvermarktern biete am ehesten die Gewähr für frische Ware, betonte der CDU-Politiker.
Allein in Nordrhein-Westfalen haben die Lebensmittelkontrolleure des Landes in den vergangenen zwei Wochen knapp 85 Tonnen verdächtiges Fleisch bei der gezielten Überprüfung von 71 Tiefkühlhäusern beschlagnahmt. Bei allen sichergestellten Chargen sei das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen gewesen, teilte die NRW-Landesregierung am Freitag in Düsseldorf mit. Die bakteriellen Untersuchungen dauerten an.


