
BerlinEines hat die neue Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ schon erreicht: es wird über sie gesprochen. Das politische Berlin ist sogar regelrecht alarmiert, weil befürchtet wird, dass die neue Gruppierung mit ihrem bürgerlichen Anstrich so manchen Bundestagswahl-Traum platzen lassen könnte. Bei Ökonomen erntet die Bewegung, die etwa von dem Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke und dem früheren Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), Konrad Adam, gegründet wurde, mit ihren Anti-Euro-Thesen energischen Widerspruch.
Doch auch leise Zustimmung ist vernehmbar, etwa, wenn der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, die Parteigründung als solche erst einmal gar nicht schlecht findet. „Grundsätzlich ist es im demokratischen System gut und wünschenswert, wenn das Angebot an politischen Alternativen größer wird“, sagte Hüther Handelsblatt Online. Und sicherlich werde die Floskel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), es gebe keine Alternative zum eingeschlagenen Weg, zu Recht von der neuen Partei kritisiert, „denn diese Formulierung ist weder richtig noch passend“. Es gebe „immer Alternativen, sie haben nur unterschiedliche Preisauszeichnungen“, betonte Hüther.
Zu den Gründern der Partei gehören neben dem Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke unter anderem der langjährige FAZ-Feuilletonist Konrad Adam und der ehemalige hessische Staatssekretär Alexander Gauland.
Die AfD fordert die Auflösung des Euro-Währungsgebietes und die Wiedereinführung nationaler Währungen.
Zur Bundestagswahl im September will die neugegründete Partei bereits antreten. Dafür benötigt sie zunächst die Unterschriften von 2.000 Unterstützern aus jedem Bundesland.
Diversen Umfrage zufolge können sich zwischen 20 und 30 Prozent der Deutschen vorstellen, eine euroskeptische Partei zu wählen.
Hüther spielt damit auf eine Äußerung Luckes an, der sich erbost über die derzeitige Euro-Rettungspolitik geäußert hatte. Den Euro nannte er einen „Spaltpilz“, der in Südeuropa die Wirtschaft ruiniere, weil die nicht wettbewerbsfähigen Länder nicht abwerten können. Dem Norden, vor allem Deutschland, würden ungeheure Haftungsrisiken für die Milliarden-Kreditprogramme aufgebürdet. „Zu dieser Währungs- und Europa-Politik gebe es keine Alternative, sagen Regierung und Opposition, die bedauerlicherweise in dieser Frage eine einheitliche Politik machen. Doch, es gibt immer eine Alternative“, meint Lucke, nämlich die Auflösung des Euro und die Rückkehr zu nationalen Währungen oder kleineren Währungsverbünden.
Dem widerspricht der IW-Chef vehement. Er sei entschieden der Meinung, dass ein Austritt aus oder ein Zerfall der Euro-Zone „nicht zu geringeren, sondern zu höheren Kosten für alle Beteiligten führt als die von der Politik gewählte Strategie“, sagte Hüther. „Denn eine Währungsunion ist kein Buchclub, aus dem man beliebig austritt.“ Es gebe die „viel geforderte Symmetrie zwischen dem Eintritt und dem Austritt respektive der Gründung und der Auflösung nicht, da die Kapitalmarktanpassungen zu anderen Bedingungen führen“.
Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro. (Quelle: Parteiprogramm)
Wir fordern die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. Die Wiedereinführung der DM darf kein Tabu sein.
Wir fordern eine Änderung der Europäischen Verträge, um jedem Staat ein Ausscheiden aus dem Euro zu ermöglichen. Jedes Volk muss demokratisch über seine Währung entscheiden dürfen.
Wir fordern, dass Deutschland dieses Austrittsrecht aus dem Euro erzwingt, indem es weitere Hilfskredite des ESM mit seinem Veto blockiert.
Wir fordern, dass die Kosten der sogenannten Rettungspolitik nicht vom Steuerzahler getragen werden. Banken, Hedge-Fonds und private Großanleger sind die Nutznießer dieser Politik. Sie müssen zuerst dafür geradestehen.
Wir fordern, dass hoffnungslos überschuldete Staaten wie Griechenland durch einen Schuldenschnitt entschuldet werden. Banken müssen ihre Verluste selbst tragen oder zu Lasten ihrer privaten Großgläubiger stabilisiert werden.
Wir fordern ein sofortiges Verbot des Ankaufs von Schrottpapieren durch die Europäische Zentralbank. Inflation darf nicht die Ersparnisse der Bürger aufzehren.
Die Protagonisten der neuen Partei übersähen überdies die politischen Konsequenzen für Europa. „Ich teile auch die Bewertung nicht, dass Südeuropa ruiniert und der Norden überfordert wird.“. Die dazu vorgetragenen Argumente verkennten die tatsächlichen politischen Veränderungen im Süden und die erreichte Weiterentwicklung bei den europäischen Institutionen. „Eine Währungsunion ist nun einmal auch eine Verantwortungsgemeinschaft, aus der man nicht bei der ersten Krise aussteigt“, betonte Hüther.

Das sind alles nur Verrückte!!! Habe in meinen Bekanntenkreis so einen Verrückten... seit Jahren geht er mit seinen "Verschwörungstheorien" ALLEN auf die Nerven... ich weiß gar nicht, ob der überhaupt noch Freunde hat

Gnade Gott, das sind doch nur (...) Ich habe hier einen im Büro sitzen und ich kann ein Lied davon singen, was der für Unsinn verzapft!!!
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Hüther und Horn gehören zu den seit Jahren einschlägig bekannten und von den Medien routinemäßig herangezogenen Hofsängern der CDUSPDFDPGrüne!! Daher ist die Formulierung " Bei Ökonomen ...erntet die Bewegung ....Widerspruch ..." kontraproduktiv ! Die Herren Professoren beschwören -wie immer- mit ebenso dramatischen wie nichtssagenden Floskeln die Schrecknisse jeder Veränderung des € in seiner jetzigen Form! Wie wäre es denn mal mit einer gründlichen Analyse der Folgen des Merkelschen Paradigmas: "Wir retten den € auf jeden Fall"!!-- kann nur heißen : "ohne Schmerzgrenze für Deutschland" und -letztendlich- auch Europa !!Bei der Gewißheit, die dieses Versprechen vermittelt , kann der wissenschaftliche Nachweis ja nicht schwerfallen, daß die ganze "Retterei" "auf jeden Fall" funktioniert und die beste aller Möglichkeiten ist!!
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