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Senkung des Rentenbeitragssatzes: Rentengarantie könnte bis zu 30 Milliarden Euro kosten

Wenn die gesetzliche Rente auch bei sinkenden Netto-Löhnen nicht nach unten angepasst wird - wie es die von der Bundesregierung beschlossene Garantie vorsieht -, dann drohen der Rentenversicherung erhebliche Mehrkosten. Die würden nach Berechnungen der Wirtschaftswoche bereits im kommenden Jahr mehrere Milliarden Euro betragen.

HB DÜSSELDORF. Allein 2010 würden demnach Mehrkosten von vier bis fünf Milliarden Euro anfallen, um die erwartete Senkung der Löhne in diesem Jahr um 2,3 Prozent auszugleichen. Dieser Betrag würde Jahr für Jahr von Neuem zu Buche schlagen - so lange, bis die Rentenkürzung nachgeholt würde, warnt Rentenexperte Bernd Raffelhüschen.

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Die Bundesregierung will unterbliebene Kürzungen zwar schon in den Folgejahren ab 2011 mit Rentenerhöhungen verrechnen. Raffelhüschen geht aber nicht davon aus, dass dies der Regierung gelingen wird. "Meiner Meinung nach wird das frühestens 2016 geschehen." Bis dahin könnten sich die Kosten für das Renten-Garantie-Gesetz auf 30 Milliarden Euro summieren.

Die Kosten könnte die Rentenversicherung aus ihren Reserven bestreiten. Experten gehen davon, dass mittelfristig die von der Regierung in Aussicht gestellte Senkung des Rentenbeitragsatzes geopfert werden muss. Dieser soll von jetzt 19,9 Prozent auf 19,3 im Jahr 2015 sinken.

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