Senkung von Stickoxidemissionen
SPD-geführte Ministerien machen Druck auf Autobranche

Wegen überraschend hoher Stickoxid-Werte auch bei modernen Diesel-Autos macht Bundesumweltministerin Barbara Hendricks Druck auf die Autobranche. Rückendeckung bekommt sie nun vom Bundesministerium für Verbraucherschutz.
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BerlinNach Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert nun auch das von Heiko Maas (beide SPD) geführte Bundesministerium für Verbraucherschutz von der Autobranche, angesichts des hohen Stickoxid-Ausstoßes der deutschen Diesel-Flotte die Wagen auf eigene Kosten nachzurüsten.

„Die Automobilwirtschaft sollte die ab 2021 geltende zweite, strengere Stufe der RDE-Zulassung europaweit für alle neu zugelassenen Diesel-Pkw schon deutlich früher einhalten und die Fahrzeuge auf Kosten der Hersteller nachbessern“, sagte Verbraucherschutz-Staatssekretär Gerd Billen dem Handelsblatt. „Aus verbraucherpolitischer Sicht ist diese schnelle Lösung, die realen Emissionen zu senken und an die vorgegebenen Werte heranzuführen, sehr zu begrüßen.“

Die vorerst nächste Stufe in Sachen Abgas-Grenzwerte tritt im September 2017 in Kraft: Dann werden die realistischeren Straßentests („Real Driving Emissions“, kurz: RDE) für die Zulassung neuer Fahrzeugtypen relevant. Die Werte, die dann gemessen werden, dürfen für Dieselfahrzeuge dabei künftig um die Hälfte höher ausfallen als im Labor.

Darauf hatten sich Experten der EU-Staaten am 28. Oktober 2015 in Brüssel geeinigt. Für alle Neuwagen (deren Typenzulassung vor September 2017 war) werden Straßentests dann ab September 2019 Voraussetzung. Hier gilt indes eine Übergangsfrist bis Januar 2021.

Hendricks hatte am Dienstag an die Autobauer appelliert, die realen Emissionen um mindestens die Hälfte zu senken. Das betreffe vor allem Euro-5-Diesel – aber auch neuere Modelle, die der EU-Abgasnorm Euro 6 entsprächen.

In manchen Fällen reiche ein Software-Update, aber nicht in allen. „Es muss klar sein, dass die Hersteller die kompletten Kosten tragen und dem Halter dadurch keine Nachteile entstehen dürfen“, verlangte Hendricks.

Am Dienstag veröffentlichte Messdaten des Umweltbundesamtes zeigen, dass die Diesel in Deutschland insgesamt rund ein Drittel mehr gesundheitsschädliche Stickoxide ausstoßen als bisher von den Behörden angenommen. Auch bei modernen Euro-6-Pkw sind die Emissionen demnach im Alltag sechs Mal so hoch wie der Grenzwert, den Modelle bisher nur in Labortests einhalten müssen.

Dietmar Neuerer
Dietmar Neuerer
Handelsblatt / Reporter Politik

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  • Womit hat sich eigentlich unser Verkehrsminister in dieser Legislaturperiode beschäftigt?
    Diesel-Fahrer, aufgemerkt!
    Luftverschmutzung, geplante Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sowie Verlustabschreibungen für überteuert gekaufte Dieselfahrzeuge haben wir nur dem Auto-Industrie-hörigen, unsäglichen Mautflüsterer, Abgasturbo, Bahn-Bremsklotz, Jahrhundert-Reformer, Kommunisten- und Rot-Front-Schreck sowie Sammelklagen-Verhinderer Alexander Dobrind und seiner CSU zu verdanken, dem mittlerweile auch organisiertes Staatsversagen bei der Kontrolle der Abgaswerte vorgeworfen wird.
    Seine Ablenkungsmanöver sind die Maut-Trommelei und der Marketing Hype um das autonome Fahren:

    Diesel-Fahrer, keine Stimme für Dobrindt und seine CSU!

    "TaTü TaTa TaTü TaTa.
    Freude am Fahren, wenn kein Fahrer da!
    TaTü TaTa TaTü TaTa.
    Vorsprung durch Technik, wenn kein WLAN da."

    Freud und Leid des fahrerlosen Fahrens auf den Punkt gebracht:

    https://youtu.be/njj5Z7KzG60
    http://youtu.be/WzvpF6JR1cE

    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören! Und lasst Euch die Realität nicht vermiesen!
    PS: Glaubt keinen Wahlversprechen von Merkel. Es könnte eine Mau(s)t herauskommen!

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