Sicherheitskonferenz
USA reichen Europa die Hand

Neue Töne schlägt US-Vizepräsident Joe Biden an. Die USA wollen enger mit ihren Partnern zusammenarbeiten, sagte Biden bei der Münchener Sicherheitskonferenz. Die USA verlangen von Europa aber auch mehr Anstrengungen bei der Entschärfung internationaler Krisen und Konflikte.

HB MÜNCHEN. Solche Klänge aus den USA waren in Europa lange nicht zu hören. Biden versicherte, die neue Regierung von Präsident Barack Obama sei "aufrichtig" an der Meinung und den Ideen der Europäer interessiert. "Wir sind entschlossen, nicht nur in Washington einen neuen Ton anzuschlagen, sondern in den amerikanischen Beziehungen mit der gesamten Welt", sagte Biden.

Der Vizepräsident bot in der ersten außenpolitischen Grundsatzrede nach dem Amtswechsel in Washington auch Russland Dialog und Zusammenarbeit an: "Die USA und Russland können unterschiedlicher Meinungen sein und dennoch dort zusammenarbeiten, wo unsere Interessen sich treffen. Und sie treffen sich an vielen Stellen."

Biden umriss in seiner Rede die wichtigsten aktuellen Probleme: Die USA stehe in Afghanistan und im Irak im Krieg. Die drohende Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, wachsender Abstand zwischen Arm und Reich, die Erderwärmung und radikale Fundamentalisten seien wichtige Bedrohungen. "Es gibt keinen Konflikt zwischen unserer Sicherheit und den Idealen, an die wir glauben", sagte er. "Die Macht der Waffen hat unsere Freiheit geschützt. Und das wird sich nicht ändern."

Über eine reine Freundschafts-Adresse ging der US-Vizepräsident dann aber hinaus. "Die gute Nachricht ist: Amerika wird mehr tun. Die schlechte Nachricht ist: Amerika wird auch von unseren Partnern mehr verlangen", sagte Biden. "Die Bedrohungen, vor denen wir stehen, nehmen keine Rücksicht auf Grenzen."

"Als Amerikaner werden wir unsere Verbündeten bitten, einige ihrer eignen Haltungen zu überdenken - einschließlich der Bereitschaft, Gewalt anzuwenden, wenn alles andere zu nichts führt", sagte Biden. Im Kampf gegen Terrorismus, "radikale Staaten" oder Völkermörder "müssen wir gemeinsam handeln und jedes uns zur Verfügung stehende Mittel nutzen und die Bedrohung beenden".

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