Sicherheitspolitik
Schily will besseren Schutz gegen Hacker-Angriffe

Bundesinnenminister Schily hat einen Generalplan zur Verbesserung der Sicherheit in den Computersystemen von Unternehmen und Verbrauchern angekündigt. Dazu werde ein Zentrum aufgebaut, das ein Frühwarnsystem entwickeln soll. Die Aktivitäten der Wirtschaft im Bereich IT-Sicherheit hält Schily für unzureichend.

HB BERLIN. "IT-Sicherheitsvorfälle sind ungeachtet sorgfältiger Prävention nicht völlig auszuschließen“, sagte Schily bei der Vorstellung seines Aktionsplanes in Berlin. Die Zahl der Varianten von Computerviren sei alleine in der zweiten Hälfte 2004 auf 7300 weltweit gestiegen. Auch nimmt laut Schily das so genannte Phishing - das Ausspähen von Passwörtern und Daten etwa bei Bankgeschäften über das Internet - ständig zu.

Der weltweite Schaden durch diese Betrugsform werde auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt. Es sei besonders beunruhigend, dass sich auch die Ziele der Entwickler von Computerviren verändert hat. Die Absicht, einfach Chaos anrichten zu wollen, trete in den Hintergrund. Die neuen Motive seien immer mehr deutlich krimineller Art.

Durch Vorbeugung, schnelle Reaktion und nachhaltig hohe Standards sollten die Systeme in Deutschland künftig besser gegen Attacken etwa durch Comupterviren, -würmer oder Trojaner geschützt werden, so Schily weiter. Die Schlüsselposition soll das Bundesamt für die Sicherheit der Informationstechnik (BSI) einnehmen. Dort soll das Krisenreaktionszentrum eingerichtet werden.

Die Aktivitäten der Wirtschaft im Bereich IT-Sicherheit hält Schily für unzureichend. „Da gibt es noch Anlass zur Sorge“, sagte er. In den Unternehmen muss das Bewusstsein eintreten: IT-Sicherheit ist Chefsache.“ So seien jüngst mit einem Trojaner 60 israelische Wirtschaftsunternehmen ausspioniert worden.

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