Sofortprogramm
Bundeswehrverband fordert eine Milliarde für Kasernen

Der Deutsche Bundeswehrverband hat für die Sanierung maroder Kasernen eine Soforthilfe von einer Milliarde Euro gefordert.

HB HANNOVER. Der Vorsitzende der Organisation Bernhard Gertz, sagte der Hannoverschen „Neuen Presse“: „Jetzt sollte richtig Geld in die Kasernen fließen. Eine Pinselsanierung reicht nicht mehr aus.“ Für die dringendsten Arbeiten benötige die Bundeswehr eine Milliarde Euro als Sofortprogramm.

Grund für den maroden Zustand der Kasernen seien Auslandseinsätze und die Sanierung der früheren DDR-Kasernen. „Der Bund hat in den vergangenen Jahren fast nur im Osten investiert, wo die alten NVA-Kasernen in einem noch schlimmeren Zustand waren“, sagte Gertz. Im Westen fehle das Geld für Infrastruktur vor allem deshalb, weil immer mehr ungeplante Auslandseinsätze aus dem Verteidigungsetat finanziert worden seien. „Hier müssen wir jetzt umsteuern“, sagte Gertz.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, hatte am, Dienstag in seinem Jahresbericht die Zustände in der Bundeswehr beklagt. Diese schiebe eine „riesige Bugwelle“ von Investitionen in mehrstelliger Milliardenhöhe vor sich her.

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