Sonderbeauftragter ernannt
Berlin intensiviert Afghanistan-Engagement

Angesichts neuer internationaler Bemühungen um Frieden in Afghanistan hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) einen Sonderbeauftragten für die Region ernannt. Der bisherige deutsche Botschafter in Indien, Bernd Mützelburg, übernahm die neu geschaffene Funktion am Montag in Berlin.

HB BERLIN. Der 65-Jährige solle „Ansprechpartner für die internationale Gemeinschaft“ sein, teilte das Außenministerium mit. Offen blieb zunächst, ob Mützelburg nur für das Auswärtige Amt oder die gesamte Bundesregierung tätig sein wird.

Nach mehreren Zeitungsberichten gibt es innerhalb der Bundesregierung Streit wegen der Ernennung. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete unter Berufung auf das Kanzleramt, offenbar sei keines der anderen Ressorts vorab unterrichtet worden, die mit dem Afghanistan-Einsatz zu tun haben. Grundsätzlich sei die Ernennung jedoch sinnvoll. Der „Afghanistan-Gesandte“ könnte die Bundesregierung in einer Kontaktgruppe vertreten, deren Einrichtung die neue US-Regierung derzeit erwägt.

Zu Zeiten der rot-grünen Koalition von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) war Mützelburg als Abteilungsleiter im Kanzleramt für die Außenpolitik zuständig. Steinmeier war damals Kanzleramtschef. Den Botschafterposten in Neu Delhi lässt er vorläufig ruhen. Ursprünglich wollte Mützelburg in einigen Wochen in den Ruhestand gehen.

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