Sonderermittler kritisiert Berlin
Massive Versäumnisse im Fall Amri

Dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt sind offenbar zahlreiche Polizei-Pannen vorausgegangen. Der Sonderermittler kritisiert in seinem Abschlussbericht nun besonders die Berliner Kriminalpolizei.
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BerlinZehn Monate nach dem islamistischen Terroranschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt hat ein Sonderermittler erneut zahlreiche schwere Fehler verschiedener Polizeibehörden und anderer Stellen festgestellt. Der frühere Bundesanwalt Bruno Jost kritisierte am Donnerstag bei der Vorstellung seines Abschlussberichts zu den Ermittlungen rund um den Attentäter Anis Amri besonders die Berliner Kriminalpolizei, aber auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Amri war als sogenannter islamistischer Gefährder bekannt. Er hätte wegen seines Drogenhandels und gefälschter Ausweise höchstwahrscheinlich verhaftet und in Untersuchungshaft gesperrt werden können, sagte Jost, der vom Senat beauftragt worden war.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) forderte einen Untersuchungsausschuss des Bundestags zu dem Terroranschlag. Die Fehler vor dem Anschlag seien länderübergreifend und auch auf Bundesebene begangen worden, sagte er zur Begründung. Auch die Rolle des Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums von Bund und Ländern (GTAZ) und des Bundeskriminalamts (BKA) müsse hinterfragt werden.

Jost hatte im Auftrag Geisels Mitte April seine Arbeit begonnen, um die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der anderen Behörden zu Amri zu untersuchen und Fehler aufzudecken. In seinem Zwischenbericht hatte er schon Versäumnisse und Fehlinformationen der Polizisten bestätigt, aber zugleich auch deren Arbeit gegen pauschale Verurteilungen verteidigt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sonderermittler kritisiert Berlin: Massive Versäumnisse im Fall Amri"

Alle Kommentare
  • Sehr geehrte Handelsblattredaktion,

    bitte teilen Sie mir mit, warum mein Kommentar gelöscht wurde.

    @ Frau Annette Bollmohr12.10.2017, 16:41 Uhr

    => danke für den Hinweis

    Ich wünsche einen schönen Tag und verbleibe


    mit freundlichen Grüßen

    Stefan Schmidt

  • Der Sonderermittler kritisiert in seinem Abschlussbericht nun besonders die Berliner Kriminalpolizei.
    Was sollen eigentlich Behörden mit tausenden Terroristen von der eigenen Regierung gerufen machen ? Null Chance, der Feind ist im Inneren und es ist die eigene Regierung. Herr Hitler hat wenigstens noch nach dem Gesetz gehandelt, seine Nachfolgerin nicht einmal das.

  • @Herr Clemens Keil

    Seit die SPD mit den Grünen in einer Symbiose lebt , solange wird sie am Boden
    kriechen . Die Grünen die noch vor einem Jahrzehnt am liebsten ,Polizei,BND, Verfassungsschutz abschaffen wollten , stellen sich heute hin und tun so als wenn sie
    die Lösung gefunden haben . Die Polizei und Behörden sollen gestärkt werden.

    In Hamburg ist die Kriminalität am höchsten unter Rot/GRÜN. Das Einbrüche zurück gingen , lag allein daran, dass sich die Bürger besser geschützt haben.
    Das nimmt der kranke Senat als eigenen Erfolg an.

    Die SPD hat nur einen Partner zu haben und das ist die Linke und nicht die Grünen
    die Grün auf ihrer Fahne haben, die mit Fantasie als Hanpfblatt erkennbar ist.
    Das sind Staatsfeinde früher und heute .


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