Sondersitzung des Bundestagsausschusses am Freitag
Erster Rücktritt wegen des PR-Vertrages

Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Arbeit, Rainer Wend (SPD), legt sein Aufsichtsratsmandat bei der PR-Agentur WMP mit sofortiger Wirkung nieder.

HB BERLIN. Damit hat der Konflikt um den Vorstandschef der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Florian Gerster, und den mit der PR-Firma WMP geschlossenen Beratervertrag hat zu einer ersten personellen Konsequenz geführt. Einen entsprechenden Vorabbericht der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ bestätigte Wends Büro am Dienstag.

Mit der Firma WMP hatte Gerster ohne Ausschreibung einen umstrittenen Beratervertrag über 1,3 Mill. Euro geschlossen. Gerster soll dazu am Freitag im Wirtschafts-Ausschuss Rede und Antwort stehen. Die Sondersitzung des Bundestagsausschusses am Freitag wird Wends Stellvertreter Max Straubinger (CSU) leiten.

Zur Begründung für seinen Schritt sagte Wend dem Blatt, er wolle nicht den Anschein erwecken, in seinem politischen Handeln „als Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Arbeit nicht mehr völlig frei und unabhängig zu sein“. Nach seinen Angaben gehörte er dem WMP-Aufsichtsrat erst seit dem 10. September 2003 an. Dem Aufsichtsrat der WMP sitzt der langjährige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) vor. Daneben gehören ihm unter anderem der Unternehmensberater Roland Berger, der Klinik-Unternehmer Ulrich Marseille und der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Danckert an.

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