Sondierungsgespräche
Berlin-SPD hält sich Koalitionsbildung offen

Die Berliner SPD hat sich nicht vorzeitig für eine Koalition mit den Grünen entschieden. Das erste Sondierungsgespräch sei aber in „sehr konstruktiver und freundlicher Atmosphäre“ geführt worden.
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BerlinDie Berliner SPD hat nach dem ersten Sondierungsgespräch mit den Grünen offenbar noch keine Vorentscheidung über den künftigen Koalitionspartner getroffen. Nach Darstellung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit blieben auch Knackpunkte wie die Autobahn A 100 nicht ausgespart. Möglicherweise gibt es noch ein zweites Treffen. Zudem steht am Dienstag ein Gespräch mit der CDU an. Die SPD, die aus der Berliner Wahl am Sonntag als Sieger hervorgegangen ist, kann zwischen Rot-Grün und Rot-Schwarz wählen.

Es sei in „sehr konstruktiver und freundlicher Atmosphäre“ über alle wichtigen Themenfelder der Berliner Landespolitik beraten worden, sagte Wowereit am Mittwoch nach dem vierstündigen Gespräch. Ursprünglich waren nur zwei Stunden geplant. Dabei seien viele Schnittmengen, darunter bei der Bildung, aber auch Unterschiede wie in der Infrastruktur festgestellt worden, sagte Wowereit.

Auch aus Sicht der bisherigen Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast war die Stimmung „freundlich und sachlich“. Alle Themen seien „wirklich ernsthaft“ durchgegangen worden. Übereinstimmungen sah sie neben der Bildung bei der Wirtschaft.

Bei grundsätzlichen Differenzen wie bei der A 100, die von der SPD befürwortet und von den Grünen abgelehnt wird, werde eine Klärung notwendig sein, sagte Künast. Sie wolle derzeit nicht bewerten, wie schwer es werde, zu einer Einigung zu kommen. Eine Sondierung finde intern statt. Dies sei jedoch nicht als „Rücknahme von Aussagen“ zu interpretieren.

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Berlin-SPD hält sich Koalitionsbildung offen

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Sehr knappe Mehrheit spielte für Wowereit keine Rolle

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