„Sonntagsfrage“
CDU unterliegt in Niedersachsen rot-grüner Mehrheit

Zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen behauptet sich die CDU einer Umfrage zufolge klar als stärkste Kraft. Die neue Regierung könnte aber die SPD mit den Grünen bilden – dank der Liberalen.
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Berlin/HamburgTrotz einer deutlichen Führung der CDU steht Niedersachsen einer Umfrage zufolge vor einem Regierungswechsel. In der am Donnerstag veröffentlichten "Sonntagsfrage" des Instituts Infratest dimap im Auftrag des NDR Fernsehens kommt die CDU unter Ministerpräsident David McAllister auf 41 Prozent der Stimmen. Dies sind vier Prozentpunkte mehr als im September.

Die SPD legt um einen Punkt auf 34 Prozent zu, die Grünen verlieren zwei Punkte auf 13 Prozent. Die FDP, die mit der CDU die Regierung stellt, verharrt bei drei Prozent. Rot-Grün kommt damit auf eine Mehrheit von 47 Prozent. Linke und Piraten erreichen drei Prozent und wären damit wie die Liberalen nicht im neuen Landtag vertreten. Das Parlament in Hannover wird am 20. Januar gewählt.

Die Abstimmung zum Auftakt des Bundestagswahljahres gilt als wichtiger Stimmungstest für die schwarz-gelbe Koalition im Bund und als entscheidend für das politische Schicksal des aus Niedersachsen stammenden FDP-Chefs Philipp Rösler. Ihm wird angelastet, seit Amtsantritt die Partei nicht aus dem Umfragetief befreit zu haben.

Könnten die Niedersachsen ihren Regierungschef direkt wählen, würde Amtsinhaber McAllister mit 51 Prozent über SPD-Herausforderer Stephan Weil siegen, dessen Zustimmungswert bei 27 Prozent stagniert. McAllister konnte seinen Wert dagegen nochmal um fünf Prozentpunkte ausbauen.

Im Vergleich zur vorherigen Landtagswahl 2008 würde sich die CDU der Umfrage zufolge um rund 1,5 Prozentpunkte verschlechtern (2008: 42,5 Prozent), die SPD gewänne etwa 3,7 Prozentpunkte dazu (2008: 30,3 Prozent). Die Grünen würden sich im Vergleich mit ihrem damaligen Ergebnis um rund fünf Prozentpunkte steigern (2008: acht Prozent). Die FDP verlöre mehr als fünf Prozentpunkte (2008: 8,2 Prozent), die Linkspartei gut vier Prozentpunkte (2008: 7,1 Prozent). Die Piraten hatten an der Wahl vor fast fünf Jahren nicht teilgenommen.

 


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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