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Sonntagsfrage: Dobrindt will FDP-Wähler umwerben

Der CSU-Generalsekretär rät der Union zum Stimmenfang unter enttäuschten FDP-Wählern. Seine Absage an die SPD und die Grünen als potentielle Koalitionspartner dürfte diese wenig stören - in Umfragen liegen sie vorne.

CSU-Generalsekretär Dobrindt will enttäuschte FDP-Wähler umwerben. Gleichzeitig sieht er nur in den Liberalen einen potentiellen Koalitionspartner. Quelle: dpa
CSU-Generalsekretär Dobrindt will enttäuschte FDP-Wähler umwerben. Gleichzeitig sieht er nur in den Liberalen einen potentiellen Koalitionspartner. Quelle: dpa

BerlinCSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat der Union geraten, unter enttäuschten FDP-Wählern auf Stimmenfang zu gehen. „Viele Wähler, die beim letzten Mal FDP gewählt haben, sind erkennbar enttäuscht“, sagte Dobrindt der „Bild am Sonntag“. „Aufgabe der Union ist, diese Wähler für sich zu gewinnen.“ Dennoch will Dobrindt an den Liberalen als Koalitionspartner festhalten.

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Eine große Koalition sei nicht erstrebenswert, weil die SPD „nicht mal mehr als Reserverad“ tauge. Als Partner für eine kleine Koalition sei die FDP immer noch besser als die Grünen: „Lieber päppeln wir jeden Abend die FDP mit Wadenwickeln auf, als dass wir uns mit den Grünen ins Bett legen.“

Als Beispiel für den Graben zwischen Union und Grünen führte Dobrindt den Vorstoß der grün-roten Landesregierung in Stuttgart für die doppelte Staatsbürgerschaft von Migrantenkindern an. „Das Spiel von Grün-Rot mit einer doppelten Staatsbürgerschaft zeigt die ganze Distanz dieser Parteien zu unserer Gesellschaft und unserem Staat. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist kein Ramschartikel, den man hinterher schmeißt.“ Migranten sollten sich zu Deutschland bekennen.

In einer von der „Bild am Sonntag“ veröffentlichten Emnid-Umfrage kommt die FDP auf fünf Prozent, das war ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Der Koalitionspartner Union lag unverändert bei 33 Prozent. Rot-Grün hatte trotz leichter Verluste weiterhin eine große Mehrheit: Die Grünen verloren im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und lagen bei 21 Prozent, die SPD kam unverändert auf 28 Prozent. Die Linkspartei blieb bei acht Prozent. 

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