Sonntagsfrage
Union rutscht ins Umfrage-Tief

In der wöchentlichen Umfrage von „Stern“ und RTL erreichten CDU und CSU wie bereits vor zwei Wochen nur noch 33 Prozent der Wählerstimmen (minus 1 Prozent). Auch die Sozialdemokraten büßten einen Punkt ein, sie erreichten 24 Prozent.

HB DÜSSELDORF. Damit ist der Aufwärtstrend der SPD, die in den vergangenen drei Wochen jeweils einen Punkt hinzugewonnen hatte, vorerst gestoppt. Unverändert stark ist hingegen laut der Umfrage die FDP mit 17 Prozent. Für die Linkspartei würden 11 Prozent der Bürger stimmen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre. Die Grünen gewannen 1 Prozent der Stimmen hinzu und liegen bei 10 Prozent. Für „sonstige Parteien“ würden 5 Prozent der Wähler ihre Stimme abgeben (plus 1 Prozent).

Gemeinsam liegen Union und FDP mit 50 Prozent noch immer vor dem „linken Lager“ aus SPD, Grünen und Linkspartei (zusammen 45 Prozent). Eine „Ampel-Koalition“ aus SPD, FDP und Grünen (gemeinsam 51 Prozent) könnte die Unionsparteien allerdings in die Opposition zwingen.

In der Kanzlerfrage verringerte sich der Vorsprung von Angela Merkel. 49 Prozent (minus 1 Punkt) der Deutschen würden für Angela Merkel stimmen, wenn sie den Kanzler direkt wählen dürften, 25 Prozent für Frank-Walter Steinmeier (plus 1 Prozent).

Unterdessen wünscht sich die Mehrheit der Unionswähler von Merkel eine klarere wirtschaftspolitische Linie. 74 Prozent fordern, die CDU dürfe keine „Partei der Verstaatlichung“ werden, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ ergab. 57 Prozent kritisierten, Merkels derzeitiger Kurs verhelfe der FDP zu deutlichen Gewinnen. 52 Prozent werfen der CDU-Vorsitzenden ein „Kuscheln mit den Sozialdemokraten“ vor.

Jeder dritte Unionswähler hätte sich von Merkel auch mehr Unterstützung für die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, gewünscht. Gut jeder Vierte findet Merkels Kritik an Papst Benedikt XVI. falsch. Trotzdem wünschen sich laut der Umfrage 77 Prozent eine weitere Amtszeit Merkels.

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