Sorge vor Ausbreitung der Vogelgrippe
Behörden weiten Kontrollen aus

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe werden die Zollkontrollen am Frankfurter Flughafen verstärkt. Dies betreffe Reisende aus Risikoländern, erklärte Landesumweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) in Wiesbaden. In Berlin nimmt der Zoll nun auch verstärkt Reisebusse aus den Gefahrengebieten ins Visier.

HB BERLIN. Entwarnung kam von der afrikanischen Insel La Réunion: Beim Kontrolltest eines aus Thailand zurückgekehrten Franzosen wurde keine Vogelgrippe, sondern ein anderer Grippe-Virus entdeckt. Das teilte das französische Gesundheitsministerium mit. Insgesamt gab es bei insgesamt drei Franzosen Verdacht auf eine Infektion mit dem aggressiven Virus H5N1. Die Ergebnisse für die beiden anderen stehen noch aus.

Das Virus H5N1 müsse in großen Mengen in den menschlichen Körper gelangen, um ihn befallen zu können, sagte eine Expertin des Pariser Pasteur-Instituts in Paris. „Man infiziert sich nicht, wenn man zehn Meter an infizierten Tieren entfernt vorbei geht.“ Der Virus kann zudem mit Medikamenten wie Tamiflu und Relenza behandelt werden.

Auch das chinesische Mädchen, das nach dem Verzehr eines verendeten Huhnes gestorben ist, hatte sich nach offiziellen chinesischen Angaben nicht mit der Vogelgrippe infiziert sondern erlag einer tödlichen Lungenentzündung.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat nach Massenbestellungen des Grippemittels Tamiflu an weitere private Händler eingestellt. Nun werde auch der Großhandel in den USA vorübergehend nicht mehr beliefert, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte der Pharmakonzern bereits einen Lieferstop in anderen Ländern wie Deutschland und Kanada verhängt.

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