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Soziale Netzwerke: Peer Steinbrück lernt dazu - und entdeckt Twitter

Einst war Peer Steinbrück stolzer Twitter-Verweigerer. Doch jetzt hat der SPD-Kanzlerkandidat einen eigenen Account - und will sich am Mittwoch sogar den Fragen der Nutzer in einem exklusiven „Twitterview“ stellen.

Erst stolzer Twitter-Verweigerer, nun mit eigenem Account: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat am Wochenende seinen ersten Tweet abgesetzt.
Erst stolzer Twitter-Verweigerer, nun mit eigenem Account: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat am Wochenende seinen ersten Tweet abgesetzt.

„Hallo zusammen! Nun bin auch ich auf Twitter“, so lautet der erste Tweet, der am Wochenende über den von Twitter verifizierten und damit offiziellen Account @peersteinbrueck abgesetzt wurde. Zumindest bei Twitter hat der SPD-Kanzlerkandidat damit die Nase vorn: Es gibt zwar zahlreiche Angela-Merkel-Accounts wie „die Bundes-Angie“, doch die sind alle Fakes. Bislang hat sich die Bundeskanzlerin beim Kurznachrichtendienst mit dem blauen Vögelchen noch nicht die Ehre gegeben. Für sie kommuniziert hier Regierungssprecher Steffen Seibert alias @RegSprecher.

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Ganz anders Steinbrück. Er prescht munter voran, will sich am kommenden Mittwoch, 12. Dezember, sogar den Fragen der Twitter-Nutzer in einem Twitterview, also einem Frage- und Antwortspiel via Twitter, stellen.

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Dass Politiker dazulernen, gehört zu ihren wichtigsten Eigenschaften. Auch Peer Steinbrück hat sich inzwischen eines besseren belehrt und seine Twitter-Verweigerung beendet. Aber konsequent ist seine Haltung nicht.

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Das ist keineswegs selbstverständlich. Kaum ein paar Monate sind vergangen, seitdem der Kanzlerkandidat beim UdL Digital Talk fast ein wenig trotzig erklärte: "Ich twittere nicht." Es mache keinen Sinn, in einer Welt vertreten zu sein, in der er nicht authentisch sein könne, so Steinbrück seinerzeit. Bei SpiegelOnline und auf tagesschau.de war er deswegen gar als „Offline-Kandidat“ aufs Korn genommen worden.

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Peer Steinbrück ist stolzer Twitter-Verweigerer. Dennoch kann der SPD-Kandidat bei der Bundestagswahl ohne Engagement im Web 2.0 nicht ernsthaft antreten. Sein Team hat es offenbar auch erkannt. Doch wer sagt's dem Chef?

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Inzwischen scheint sich Steinbrück langsam mit den sozialen Netzwerken anzufreunden. Ob er verstanden hat, wie Twitter und Co. funktionieren, dass zum Beispiel ein regelmäßiger, offener Dialog stattfinden sollte, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.

Über @peersteinbrück wurde seit dem Wochenende erst ein einziger Tweet versendet. Ein Anfang, nicht mehr. Trotzdem hat Steinbrück mit dieser einen Nachricht bereits über 5.000 Follower angezogen.

Aus Steinbrücks Twitter-Biografie kann man entnehmen, dass der Kanzlerkandidat nur „ab und zu“ selbst zwitschern wird. Im Gegensatz zum Beispiel zu Bundesumweltminister Peter Altmaier, der persönlich twittert, lässt Steinbrück also vor allem sein Social-Media-Team ran.

Peer Steinbrück

Mit dieser Arbeitsteilung befindet sich der 65-Jährige in guter Gesellschaft: Auch US-Präsident Barack Obama, gerne als Vorbild für die geschickte Nutzung der sozialen Netzwerke genannt, zwitschert nicht unbedingt selbst, das ist kein Geheimnis.

  • 11.12.2012, 19:48 Uhrgerhard

    …der Kanzlerkandidat ….trotzig erklärte: "Ich twittere nicht." Es mache keinen Sinn, in einer Welt vertreten zu sein, in der er nicht authentisch sein könne, so Steinbrück seinerzeit. (Zitat)

    Noch‘ne Empfehlung für Steinbrück, er sollte sich einmal mit dem Papst zusammentun, der steckt nämlich auch gerade in “Twitter -“ Schwierigkeiten. Wahrscheinlich haben beide das gleiche Problem – "wie twittere ich die Jugend für mich ein"?
    Und hier ein Tipp – Sie sollten zusammen dazu nur aus der Dreigroschenoper etwas singen:-etwa so -
    Anstatt dass, anstatt dass,
    Sie was täten was `nen Sinn hat und `nen Zweck.
    Machen sie Spass, machen sie Spass,
    Und verrecken dann natürlich glatt im Dreck!
    Das ist der mond über Soho
    Was nützt dann dein mond über Soho usw.( weiter siehe Brecht)

  • 11.12.2012, 14:45 Uhrkuac

    @margit
    bitte erst informieren und dann schreiben. Hier die Homepage: http://www.peer-steinbrueck.de
    Da gibt es Kontaktmöglichkeit.

  • 11.12.2012, 14:00 Uhrmargrit117888

    So ein dämlichr Quatsch. Sollen wir nun auf witter mit Steinbrück reden? Also in aller Öffentlichkeit?
    Wäre besser, wenn er schon ins Internet will, er hätte eine eigene Homepage und man könnte ihm schreiben.

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