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Soziales Netzwerk: Grüne schmieden Protest-Bündnis gegen Facebook

exklusiv Die Kritik am Online-Netzwerk Facebook wird lauter und der Widerstand gegen laxe Datenschutzbestimmungen immer größer. Die Grünen haben nun ein parteiübergreifendes Protestbündnis organisiert. Vertreter aller Fraktionen gehören inzwischen der auf Facebook gegründeten Gruppe „Facebook Privacy Control - NOW!“.

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Zuletzt hatte auch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mit ihrer Kritik an Facebook nicht locker gelassen. Quelle: dpa
Zuletzt hatte auch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mit ihrer Kritik an Facebook nicht locker gelassen. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. "Statt zum Boykott aufzurufen, wollen wir in Facebook selber mit Aktionen, Informationen und Kommentierungen Druck ausüben“, sagte Grünen-Bundesvorstandsmitglied Malte Spitz am Freitag Handelsblatt Online. „Wir wollen keine ungefragte Weitergabe von persönlichen Profildaten."

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Der von den Grünen gebildeten Gruppe auf Facebook mit dem Namen "Facebook Privacy Control - NOW!" gehören Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen an, darunter Halina Wawzyniak (Vizevorsitzende der Linkspartei), Lars Klingbeil (SPD), Manuel Höferlin (FDP) und Thomas Jarzombek (CDU). Wie Spitz erklärte, nutzen die Politiker und tausende andere Aktivisten die Plattform, um Facebook zu Änderungen ihrer „laschen Datenschutzbestimmungen“ zu bewegen.

Ihren Protest verbindet die Gruppe mit zahlreichen Forderungen. So verlangen die Mitglieder von Facebook beispielsweise, dass Profildaten nicht ungefragt an Dritte weitergegeben dürften. Das soziale Netzwerk solle zudem gemeinsam mit Daten- und Verbraucherschützern und den Netzwerk-Nutzern „hohe Datenschutz-Standards“ entwickeln, die weltweit in Facebook Gültigkeit haben. Überdies müsse das Recht am eigenen Bild und am eigenen Text bei den Nutzern bleiben.

Zuletzt hatte auch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mit ihrer Kritik an Facebook nicht locker gelassen, obwohl ein schlichtendes Gespräch geplant ist. Nach ihrer Kritik an Datenschutzlecks schrieb Facebook ihr nun einen Brief. Darin weist das Netzwerk Vorwürfe zurück und schlägt ein Treffen vor. Neue Kritik kommt jedoch vom Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar. „Die Bedenken der Ministerin sind nicht ausgeräumt“, sagte ihr Sprecher Holger Eichele am Donnerstag. „Im Gegenteil. Es gibt weiter eine große Anzahl offener Fragen. Deshalb kommen wir gerne auf das Gesprächsangebot von Facebook zurück.“ Die Ministerin werde die Unternehmensspitze zu einem Treffen nach Berlin einladen.

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