Sozialpolitik
Hartz-IV Regelsatz soll 2014 um 2,3 Prozent steigen

Anfang 2015 soll der maximale Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger bei 391 Euro liegen. Damit steigt er um neun Euro oder 2,3 Prozent. Beschlossen haben Bundestag und Bundesrat die Anhebung aber noch nicht.
  • 11

BerlinDer maximale Regelsatz für Hartz IV-Empfänger soll Anfang 2014 um neun Euro auf 391 Euro steigen. Das geht aus einer Vorlage des Bundesarbeitsministerium für das Bundeskabinett am Mittwoch hervor, die Reuters vorliegt. Die Zahl errechnet sich nach einem festgelegten Mischindex aus Preisen und Löhnen und wird jährlich angepasst.

Beschlossen werden muss die Anhebung aber vom neuen Bundestag und Bundesrat nach der Bundestagswahl am 22. September. Die Anhebung auf 391 Euro in der Stufe für Alleinstehende oder Alleinerziehende mit eigenem Haushalt entspricht einer Steigerung um 2,27 Prozent, heißt es im Entwurf der Verordnung des Arbeitsministeriums.

Um diesen Prozentsatz werden demnach auch die fünf anderen Hartz-IV-Regelstufen angehoben, in denen die eigentlichen Beträge etwa für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen niedriger ausfallen.

Bis 2010 wurden die Hartz-IV-Sätze im Gleichschritt mit den Renten angepasst – jeweils zum 1. Juli entsprechend der Nettolohnentwicklung des Vorjahres. Seit der vom höchsten deutschen Gericht erzwungenen Reform gibt es für den sogenannten Regelbedarf im Hartz-IV-System einen neuen Anpassungsmechanismus.

Er regelt, dass die Geld-Leistungen entsprechend der Entwicklung von Löhnen und Preisen fortgeschrieben werden. In diesen Mischindex geht die Preisentwicklung zu 70 Prozent und die Lohnentwicklung zu 30 Prozent ein. Die Anpassung nach diesem gesetzlich festgeschrieben Mechanismus erfolgt immer zu Jahresbeginn.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sozialpolitik: Hartz-IV Regelsatz soll 2014 um 2,3 Prozent steigen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Mein Gott, wieviel Quatsch hier verbreitet wird.. Immer wenn das Geld, egal ob HartzIV, Geringverdiener oder Rentner nicht reicht, wird aufgestockt auf die Grundsicherung (aka HartzIV)
    Dass selbst der Durchschnittsverdiener in Zukunft nach HartzIV leben werden muss, hat er bloß noch nicht gemerkelt!
    http://hartz-ist-ungerecht.forumprofi.de/presse-fernsehen-usw--f92/die-hartziv-renten-riester-geringverdiener-l%C3%9Cgen-t1087.html

  • Preisentwicklung 70 %
    Lohnentwicklung 30 %.
    Nachdem die Löhne über 10 Jahre eher gesunken sind und auch Atom-U-Boote billiger wurden, müssen die HartzIV Empfänger froh sein, das sie nicht noch was draufzahlen müssen...
    2,4 % bei einem Abgeordneten sind gleich mal 200 Euro.
    (Die haben sich aber das letzte Mal gleich 584 gegönnt)
    Bei einem Leistungsberechtigen 9 Euro - das langt gerade noch um die gestiegenen Lohnkosten aufzufangen. Faktisch eine Kürzung.
    Pfui Deibel ihr Abgeordneten!
    http://hartz-ist-ungerecht.forumprofi.de/viewtopic.php?f=92&t=1133&p=3814&hilit=Abgeordnete#p3814

  • Ach ja, Hartz 4 wird ständig und wenn auch nur geringfügig erhöht!
    Was ist mit den Bafög Empfängern?Da wird nie etwas erhöht, Die letzte Erhöhung war 2010!
    Wer Elternunabhängiges Bafög erhält, hat kein Geld mehr zum Leben,
    der kann unter einer Brücke leben. Das Bafög reicht noch nicht mal für Schulbücher, Lebensmittel
    + Fahrkosten zur Schule aus!
    Wo bleibt die Erhöhung!!!!!!!!
    Das ist ja wohl ein Witz! Hauptsache die Regierungsmitglieder haben ihr dickes Geld und Hauptsache,
    Deutschland zahlt Geld in andere Länder!!!Was unsere Bildung an geht (Bafög) interessiert sie nicht!!!!!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%