Sozialreformen
IG-Metall-Vize für Mäßigung in Tarifrunde

Der Vizechef der IG Metall, Berthold Huber, hat eine «ganz normale Tarifrunde» angekündigt: Die Gewerkschaft werde die durch die Sozialreformen sinkenden Einkommen nicht mit höheren Tarifforderungen ausgleichen.

HB BERLIN. Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat sich dagegen ausgesprochen, Einkommenseinbußen wegen der Sozialreformen mit höheren Tarifforderungen auszugleichen. Das wäre eine Überforderung der Tarifpolitik, sagte Huber in einem am Samstag veröffentlichten Interview der «Stuttgarter Nachrichten».

Der Gewerkschaftsfunktionär sagte, dass es solche Diskussionen derzeit in vielen Betrieben gebe. «Das werden wir aber nicht tun», sagte Huber. «Wir können nicht Defizite aus anderen gesellschaftspolitischen Bereichen ausgleichen.» Er kündigte eine «ganz normale Tarifrunde» an, die sich an dem aus Inflation und Produktivitätszuwachs errechneten Verteilungsspielraum orientiere.

Huber verteidigte die Proteste gegen Angriffe auf die Tarifautonomie: «Das waren keine politischen Streiks.» Zugleich räumte der IG-Metall-Vize ein, dass die Gewerkschaften in der Reformdebatte «konzeptionell in die Defensive geraten» seien. Bei der Suche nach eigenen Konzepten müsse die IG Metall schneller werden.

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