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07.08.2008 
Entscheidung im Herbst

Sozialversicherungen werden für Gutverdiener teurer

Gutverdiener und ihre Arbeitgeber werden 2009 wohl auf jeden Fall etwas mehr in die Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung einzahlen müssen. Hintergrund ist ein erwarteter Anstieg der Beitragsbemessungsgrenzen wegen der günstigen Lohnentwicklung.

HB BERLIN. Festgelegt werden die Grenzen aber erst im Herbst, wie die Deutsche Rentenversicherung und das Arbeitsministerium am Donnerstag betonten.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte unter Berufung auf eine Empfehlung des Schätzerkreises der Rentenversicherung gemeldet, die Grenzen für die Renten- und Arbeitslosenversicherung würden um knapp zwei Prozent angehoben. Damit würden die Beiträge im Westen auf Grundlage von 5 400 Euro von bisher 5 300 Euro und 4 550 Euro im Osten von bisher 4 500 Euro berechnet. Was darüber liegt, bleibt bei der Beitragsberechnung außen vor.

Die Rentenversicherung relativierte die Prognose: „Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenzen ist gesetzlich geregelt und folgt der Lohnentwicklung. Die Grundlagen für die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in 2009 werden im Herbst dieses Jahres ermittelt. Ende des Jahres werden sie von der Bundesregierung in der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung bekanntgegeben.“ Die jetzigen Schätzergebnisse bezögen sich auf vorläufige Annahmen, die sich noch ändern könnten.

Für die Kranken- und Pflegeversicherung liegt die Bemessungsgrenze derzeit bei 3 562,50 Euro. Auch sie dürfte etwas steigen. Unabhängig davon wird auch darüber spekuliert, ob der prozentuale Beitragssatz von derzeit 14,92 Prozent 2009 angehoben wird.

Die Rentenkassen sind wegen der guten Konjunktur gut gefüllt, auch wenn sich der Zuwachs bei den Beitragseinnahmen im zweiten Quartal etwas abgeschwächt hat. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ zitierte den Sprecher der Rentenversicherung, Dirk von der Heide, mit den Worten: „Die Beitragseinnahmen im ersten Halbjahr entsprechen unseren Erwartungen.“

Im gesamten ersten Halbjahr wuchsen demnach die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen um 4,2 Prozent. Im Juni kamen 13,37 Milliarden Euro in die Rentenkassen, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Inzwischen hat die Rentenversicherung 11,5 Milliarden Euro oder 0,71 Monatsausgaben als Rücklagen angesammelt.

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