Spaltung der Gesellschaft
Merkel fordert vergleichbare Chancen für Kinder

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist eine solide Ausbildung die entscheidende Voraussetzung, um dem sozialen Abstieg zu entkommen.

HB BERLIN. In der Kontroverse über eine neue „Unterschicht“ wandte sich Merkel am Montag gegen die Ansicht, dass materielle Armut zu sozialer Abkopplung und Verwahrlosung führe. Gesellschaftliche Teilhabe sei „nicht allein eine finanzielle Frage“, betonte sie nach einem Spitzengespräch mit der Wirtschaft über mehr „Familienbewusstsein“ in der Arbeitswelt.

„Das Thema, welche Spaltung haben wir in unserer Gesellschaft, macht uns allen zu schaffen“, räumte Merkel ein. Dabei gelte: „Wir finden uns nicht ab damit, dass diese Spaltungen so existieren, wir tun aktiv etwas.“ Ein zentraler Punkt sei, darauf zu achten, dass Kinder von Anfang an ähnliche Chancen bekämen.

Die Schulkarriere sei entscheidend für die Ausbildungschancen und damit für den Weg in den Arbeitsmarkt. „Wir wissen heute, dass das Risiko der Arbeitslosigkeit immer dann am größten ist, wenn keine Ausbildung stattgefunden hat.“

Die Frage nach einer Spaltung der Gesellschaft gehe alle an. „Denn wenn sich alle in der Gesellschaft besser verantwortlich fühlen, werden auch diese schrecklichen Dinge nicht mehr passieren“, sagte die Kanzlerin, ohne direkt auf den Tod des kleinen Kevin in Bremen einzugehen.

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