Spanien
Ex-Minister der Bestechung verdächtigt

Wegen des Verdachts auf Vetternwirtschaft und Bestechung wird gegen den Ex-Verkehrsminister und Regierungssprecher Spaniens ermittelt. Die Anschuldigungen kommen von einem Unternehmer der Schmiergeld gezahlt haben will.
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Madridie spanische Justiz will wegen Korruptionsverdachts gegen den früheren Verkehrsminister und Regierungssprecher José Blanco ermitteln. Der sozialistische Politiker stehe im Verdacht, sich als Minister der Bestechung und der Vetternwirtschaft schuldig gemacht zu haben, teilte der Oberste Gerichtshof in Madrid am Mittwoch mit.

Blanco war im August von einem Pharma-Unternehmer aus Galicien im Nordwesten Spaniens belastet worden. Dieser hatte behauptet, er habe dem Minister über einen Vetter ein Schmiergeld von 200.000 Euro zukommen lassen. Blanco hatte die Beschuldigungen zurückgewiesen und den Industriellen als unglaubwürdig bezeichnet.

Der Minister ist bei den Sozialisten (PSOE) als stellvertretender Generalsekretär die Nummer zwei in der Parteiführung, hinter dem früheren Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero. Nach dem Debakel der PSOE bei der Wahl am 20. November hatte Blanco angekündigt, dass er ins zweite Glied zurücktreten und auf dem Parteitag im Februar 2012 kein Führungsamt mehr anstreben werde.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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