Sparpaket
Was Schwarz-Rot den Bürger kosten könnte

35 Milliarden Euro wollen Union und SPD einsparen. Damit beginnt auch das Rätselraten darüber, mit welchen Maßnahmen das Milliarden-Loch im deutschen Haushalt gestopft werden soll. Ob Steuererhöhung oder Abstriche bei der Pendlerpauschale - Handelsblatt.com fasst zusammen, welche Hiobsbotschaften den Bürger erwarten könnten.

Mehrwert- und Einkommenssteuer: Eine Anhebung der Mehrwertsteuer ist nach wie vor wahrscheinlich. Statt von 16 auf 18 Prozent wird nun sogar eine Anhebung in einem zweiten Schritt auf 20 Prozent erwogen. Zudem könnte der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Lebensmittel beschränkt werden. Alternativ ist eine so genannte "Solidaritätsabgabe" im Gespräch. Sie könnte als eine Abgabe nach dem Vorbild des Ost-Soli-Zuschlages in Höhe von bis zu 12 Prozent auf die Einkommens- und Körperschaftssteuer erhoben werden.

Eigenheimzulage: Klar scheint der Wegfall der Eigenheimzulage zu sein. Möglich sind auch pauschale Kürzungen nach dem Muster der bereits vorliegenden Koch-Steinbrück-Liste. Folgen hätte ein solches Vorgehen nach dem "Rasenmäherprinzip unter anderem beim öffentlichen Nahverkehr. Forderungen gibt es auch nach Abstrichen bei der Förderung erneuerbarer Energien oder bei Vergünstigungen für Landwirte.

Krankenversicherung: Diskutiert wird über eine drastische Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung von derzeit 3525 Euro auf 3900 Euro oder sogar 5200 Euro. Gutverdiener und ihre Arbeitgeber müssten dann insgesamt eine Milliarde Euro mehr in die Krankenkassen einzahlen. Ebenfalls als Sparmaßnahme im Gespräch ist die kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen in der gesetzlichen Krankenversicherung einzuschränken. Konkret geht es um die Einführung eines „negativen Ehegattensplittings“, mit der ein Gerechtigkeitsproblem im bisherigen System der gesetzlichen Krankenversicherung behoben und zusätzliches Geld eingenommen werden solle. Betroffen davon wären ausschließlich Einverdiener-Haushalte mit hohem Einkommen. Bleiben soll die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern.

Was genau ist die Beitragsbemessungsgrenze? Lesen Sie es im neuen Handelsblatt-Wirtschaftswiki nach - und wenn Ihnen die Erklärung nicht ausreicht, ergänzen und verbessern Sie sie:
»  Beitragsbemessungsgrenze im Wirtschaftswiki.

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