SPD-Arbeitnehmer fordern Konsequenzen: Steinbrücks Absturz schreckt Genossen auf

SPD-Arbeitnehmer fordern Konsequenzen
Steinbrücks Absturz schreckt Genossen auf

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück will angesichts seines jüngsten Umfrageabsturzes nicht in Depressionen verfallen. Doch in seiner Partei rumort es gewaltig. Der linke Parteiflügel fordert Konsequenzen.
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BerlinDer Vorsitzende des SPD-Arbeitnehmerflügels AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen), Klaus Barthel, hat angesichts des Umfrageeinbruchs für die SPD und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück indirekt eine Neuausrichtung der Wahlkampfstrategie der Bundespartei angekündigt. Die Stimmungslage auf Bundesebene sei für die SPD „unbefriedigend“, sagte Barthel Handelsblatt Online. „Deshalb werden wir uns nach der Niedersachsen-Wahl alle in Ruhe zusammensetzen, die Lage und ihre Ursachen analysieren und gemeinsame Konsequenzen ziehen müssen.“ Dabei gehe es aber nicht um Personaldebatten, sondern um Inhalte und Strategien für den Bundestagswahlkampf und die Landtagswahl in Bayern.

„Die SPD muss alles daran setzen, Programm und Inhalt in den Vordergrund zu stellen, die Fehler der Bundesregierung und unsere guten sozialdemokratischen Alternativen“, sagte Barthel weiter: Konkret gehe es dabei um die Themen soziale Gerechtigkeit, neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt, Regulierung der Finanzmärkte, mehr Bildung für alle, ökologischer Umbau und eine neue Europapolitik.

Das Gebot der Stunde sei aber jetzt, die Landtagswahl in Niedersachen zu gewinnen, weil es um die Interessen der Menschen in Niedersachsen gehe, sagte Barthel. Rot-Grün habe gute Chancen, die amtierende Landesregierung abzulösen. „Gründe dafür gibt es genug.“

Steinbrück gab sich unbeeindruckt von den schlechten Werten für ihn und seine Partei. Jetzt in Depressionen zu verfallen, wäre „unprofessionell“, sagte Steinbrück in Berlin. Nach den jüngsten Pannen in seinem Wahlkampf überrasche ihn der Rückgang seiner Werte nicht. Er habe in Umfragen auch schon bessere Noten bekommen und wolle jetzt politische Themen besetzen, um zu zeigen, wofür er stehe und wohin er wolle.

In dem am Mittwoch veröffentlichten Wahltrend des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL verliert die SPD 2 Punkte und erreicht nur noch 23 Prozent. Die Union erzielt dagegen mit 43 Prozent ihren besten Wert unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) überhaupt. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich nach dem Wahltrend nur noch 18 Prozent für Steinbrück entscheiden. Für Merkel würden 59 Prozent stimmen.

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Steinbrück patzt bei Wohnzimmer-Gespräch

Kommentare zu "Steinbrücks Absturz schreckt Genossen auf"

Alle Kommentare
  • Es gibt keinen einzigen neuen Punkt, warum man die SPD oder Grün wählen sollte. Die Arbeitnehmer und Rentner würden weiter ausgenommen. Der nicht umkehrbare rot-grüne Sozialverräterklüngel ändert sich nicht, weder mit Inhalt noch neuen und unverbrauchten Köpfen. Merkel braucht nicht einmal einen Wahlkampf. Leider.

  • @ Harlemjump:

    „so ein Quatsch, eine drastische Beschneidung der Einkommen würde jede Motivation an verantwortungsvoller Arbeit abwürgen.“

    Sobald genug Geld gescheffelt ist, ist auch die Motivation hin.
    Ob 200.000,- Euro oder 150.000.- Euro im Jahr fließen kann nicht entscheidend sein. Es kommt darauf an ob ich Interesse an meiner Tätigkeit habe und zufrieden damit bin. Eine Tätigkeit die mir mehr als nur Geld bietet, darauf kommt es an.

    Die Fußballvereine sind das krasse schlechte Beispiel überhaupt. Hier werden für Spieler zig Millionen ausgegeben, was völlig überzogen ist. Das gesamte Niveau gehört drastisch gesenkt. Auch in dem Bereich bezahlen die Fans (Fanartikel und Eintrittskarten) und alle Bundesbürger (Rundfunk und Fernsehgebühren) den Preis. Was soll das?

    Die 50.000,- Euro weniger (in dem Beispiel) würden das Wirtschaftswachstum erheblich stärken. Denn es geht in der Summe um viele Milliarden die unter das Volk kommen müssen. So dass die Kaufkraft in der Breite gestärkt ist.

    Jeder soll so viel erhalten wie er will und was bezahlt wird. Aber, wir sind an einem Punkt angelangt, wo das so nicht mehr weitergehen kann. Korrekturen sind von höchsten Nöten.

    Die Einstellung riesige Gehälter zu kassieren muss sich ändern, sonst erleben wir ein Waterloo. Dann ist es auch vorbei mit den 150.000,- Euro im Jahr.

  • Die Unfähigkeit Steinbrücks im jetzigen "Wahlkampf" steht stellvertretend für die Qualität der gesamten politischen Klasse im Jahr 2013. Steinbrück gelingt es nicht (und gelang es noch nie) beim Bürger anzukommen. Er ist unfähig in diesem Wahlkampf auch nur ein Thema zu besetzen, mit welchem er den gemeinen Wähler abholen könnte. Wenn er es dann einmal versucht (wie mit dem Thema Bankenregulierung), so nimmt es ihm keiner ab, weil er als Banken-Spezi beim Wähler keinerlei Glaubwürdigkeit besitzt. An seiner Farb- und Profillosigkeit ändern auch provokative Sprüche nichts, die vom Wähler eher als peinlich oder unverschämt betrachtet werden. Banken-Peer persifliert sich inzwischen schon selbst.

    Bundes-Angie ist natürlich genauso profillos, konzeptlos und themenlos in diesem Wahlkampf. Zumindest kann sie sich auf die Ausrutscher von Steinbrück verlassen was dann zu "sagenhaften" Umfrage-Werten der Union führt. Wenn die zweifelhaften Zahl von 43% Zustimmung des Wählers zur Politik der Union auch nur einingermaßen zutreffend ist, so fragt man sich weshalb. An inhaltlichen Unterschieden der Parteiprogramme oder dem Profil der Wahl-Kandidaten kann dies nicht liegen.

  • Wenn die SPD wirklich noch eine Chance haben will, eine partei zu bleiben, die einen gewissen Rueckhalt in der Bevoelkerung, muss sie einen Kanzlerkandidaten aufstellen, der vom Waehler akzeptiert wird, und nicht nur von einen wenigen Parteibonzen. Und mit Stein fangen andere Namen auch an...
    eMDe

  • @ Henry:

    so ein Quatsch, eine drastische Beschneidung der Einkommen würde jede Motivation an verantwortungsvoller Arbeit abwürgen.

  • @ Henry:

    so ein Quatsch, eine drastische Beschneidung der Einkommen würde jede Motivation an verantwortungsvoller Arbeit abwürgen.

  • Steinbrücks Absturz schreckt Genossen auf, nicht nur.

    Nachdem der Kanzlerkandidat Peer Steinbrück die Maske fallen ließ, ist nur noch ein raffgieriges „Skelett“ zu sehen. Dieser fürchterliche Mensch will Bundeskanzler werden, um danach wie Gerhard Schröder in einem Unternehmen abzukassieren.

    An Stelle der SPD würde ich Walter Steinmeier nachnominieren und den Steinbrück zum Teufel schicken.

    Ein Kanzlersprungbrett für Flöten und Geier. Ist das eine verkommene Gesellschaft. Die SPD ist in den sozialen Belangen schlimmer als die CDU.

    In unserer politischen Landschaft sehe ich nur noch Halsabschneider und Verbrecher. Alle raffen was das Zeug hält.

    Nun zur Situation:
    Sehen wird die vielen Landtagsabgeordneten und die vielen Bundestagabgeordneten die im Ruhestand sind und ihre prächtige Pension kassieren. Schauen wir uns an, was das Management in der Deutschen Industrie und Bankenwelt aus dem Wirtschaftskreislauf abschöpft. Immer mehr Menschen verdienen hingegen sehr wenig. Das Einkommen liegt weit unterhalb einem Existenzminimum. Woher sollen die Sozialbeiträge kommen, um alles bezahlen zu können.

    Das Sozialsystem ist dabei zu kollabieren.
    Es ist dringend nötig, dass alle monatlichen Bezüge über 3.000,- drastisch gekürzt werden. Die Einkommen der armen Bevölkerung müssen erheblich angehoben werden, um auch den Binnenmarkt zu stärken. Kleines Einkommen, kleiner Rentenbeitrag. Wo soll das noch hinführen?

  • Was müssen die "Bilderberger" dämlich gewesen sein, ausgerechnet einen zu küren, der von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen wandelt.

  • O-Ton Sozialdemagogen
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    Der linke Parteiflügel fordert Konsequenzen.
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    Auch Ja!

    Schmeißt den Steinbrück weg und macht die Nahles zum Kandidaten!

    BITTE, BITTE, BITTE!

    Dann kommt ihr bestimmt dahin wo ihr hingehört - unter die 5% Grenze.

    ...

    Hätte nicht geglaubt, daß mir die Sozialbürokraten noch 'mal so viel Freude machen würden.

    ....

    TA-TÄÄÄ, TA-TÄÄÄ, TA-TÄÄÄ!

    Wolle mer se roilasse?

  • "„Die SPD muss alles daran setzen, Programm und Inhalt in den Vordergrund zu stellen, die Fehler der Bundesregierung und unsere guten sozialdemokratischen Alternativen“,"

    Klar, solche Alternativen wie GazProm-Gerd, der Korruption und Lobbyismus in Deutschland salonfähig gemacht hat, Freund vom lupenreinen Demokraten, Ackermann, Maschmeyer und ähnlichem Gesocks. Und solchen wie der fette Fischer, der Deutschland verdünnen wollte und auch hat, Steinbrück, der sich Gesetze von den LobbyistenAnwälten verfassen lässt schwoolen Berliner Partykönigen die Milliarden für's NichtFliegen verplempern, oder die Fans des Nürnburgrings sind.

    Ja, die SPD hat schon viele tolle Alternativen, deswegen sollten wir sie abwählen.

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