SPD-Bundestagsfraktion: Schröder verteidigt sein Nein zum Irak-Krieg

SPD-Bundestagsfraktion
Schröder verteidigt sein Nein zum Irak-Krieg

Wäre es im Jahr 2003 nach der damaligen Oppositionsführerin Angela Merkel gegangen, wären möglicherweise heute noch deutsche Soldaten im Irak, erklärte Altkanzler Gerhard Schröder in der SPD-Bundestagsfraktion.
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BerlinDer frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bei seinem ersten Besuch in der SPD-Bundestagsfraktion seit über sieben Jahren das Nein zum Irak-Krieg im Jahr 2003 verteidigt. "Wenn es nach der damaligen Oppositionsführerin gegangen wäre, hätten deutsche Soldaten am Krieg teilgenommen und wären womöglich immer noch da", sagte Schröder am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung. Oppositionsführerin war damals CDU-Chefin Angela Merkel.

Die Irak-Entscheidung sei nicht einfach gewesen. Die rot-grüne Regierung damals sei aber sicher gewesen, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gebe. "Aber wenn, hätte ich gehen müssen", sagte der Altkanzler den Angaben zufolge.

Schröder warb demnach für die Türkei als Vollmitglied in der Europäischen Union (EU) sowie Russland als wichtigen Partner. Russland "nicht nur wegen des Erdgases, dass ja zuweilen Gerdgas genannt wird, wie ich hörte", wurde Schröder zitiert. Russland sei auch als Markt für die deutsche Industrie wichtig, weil die Führung noch nach Europa orientiert sei und nicht nach Asien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Bundestagsfraktion: Schröder verteidigt sein Nein zum Irak-Krieg"

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  • Schröder sagte zwar NEIN zum Irakkrieg, lieferte aber den USA die "Begründung" für den Irakkrieg. Das sollten wir nicht vergessen, wenn wir darüber diskutieren wollen, ob Schröder JA oder NEIN sagte.

    So war er - ein "GAU" für die sozialistische Idee. Herbert Wehner würde ihm heute noch Hausverbot in der Parteizentrale erteilen, wenn er es noch könnte.

  • Schröder ist der einzige deutsche Nachkriegspolitiker der FJ Strauss vom Intellekt her das Wasser reichen kann.

    Russland ist in der Tat ein unverzichtbarer Teil Europas, aber viele in Russland und der EU haben das noch nicht begriffen.

    Hinsichtlich einer EU Mitgliedschaft der Türkei liegt er jedoch falsch, was nicht an den Türken sondern dem gegenwärtigen Zustand der Kultur dort liegt.

    Und in einer weiteren Angelegeheit hat er ebenfalls unrecht, Gerdgas entweicht nicht irgend welchen Röhren sondern vielmehr seinem Allerwertesten.

  • Schroeder hat Recht gehabt. Der Krieg basierte auf Lügen und irgendwelchen Hirngespinsten von Georg W. .

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