SPD-Chef als "Arbeiterverräter" beschimpft
Junger Mann wollte Müntefering verprügeln

SPD-Chef Müntefering ist bei einem Wahlkampfauftritt in Sachsen bedroht worden. Ein junger Mann hat versucht, ihn zu schlagen. Ein Parteisprecher sprach von einer heiklen Situation.

HB BERLIN. Der Vorsitzende der SPD, Franz Müntefering ist bei einem Besuch im sächsischen Pirna beinahe geschlagen worden. Der Vorfall ereignete sich laut einem Bericht der «Bild am Sonntag» am vergangenen Dienstag.

Wie das Blatt berichtet, habe sich Müntefering auf einem Rundgang durch die Stadt mit dem sächsischen SPD-Spitzenkandidaten Thomas Jurk befunden, als ein junger Mann mit Baseballkappe vor die Politiker trat und massive Drohungen aussprach. Müntefering sei immer wieder aggressiv angebrüllt worden, schreibt «Bild am Sonntag». Der Mann sei auf den SPD-Vorsitzenden losgegangen und habe versucht, eine Schlägerei zu provozieren.

Passanten, die den Vorfall beobachteten, unterstützten die Pöbeleien. Wie das Blatt schreibt, hätten Unbekannte aus der Menge heraus «Arbeiterverräter», «Vaterlandsverräter», «Lügner» und schlimmere Beschimpfungen gerufen. Die Leibwächter Münteferings hätten daraufhin mehrere Polizeiwagen und Polizisten mit Hunden angefordert, hieß es weiter.

Der SPD-Chef habe anschließend erwogen, seinen Besuch abzubrechen. Der Sprecher von Müntefering, Lars Kühn, sagte laut «Bild am Sonntag»: «Das war eine ziemlich heikle Situation.»

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