SPD-Chef
Gabriel für Sockelrente gegen Altersarmut

Rentner, die 35 bis 40 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, sollen nach dem Willen von SPD-Chef Sigmar Gabriel eine Sockelrente erhalten, die deutlich oberhalb der heutigen Grundsicherung liegt. Die FDP reagierte mit Kritik.
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BerlinSPD-Chef Sigmar Gabriel hat eine Sockelrente zur Bekämpfung der Altersarmut gefordert. Nach 35 oder 40 Jahren an Vollzeitarbeit solle ein Rentner mehr erhalten als die heutige Grundsicherung, die nichts anderes sei „als Hartz IV im Alter“, sagte Gabriel den Zeitungen der „WAZ“-Mediengruppe vom Samstag. Die Sockelrente müsse deshalb deutlich oberhalb der heutigen Grundsicherung liegen. Die FDP kritisierte den Vorschlag als unausgegoren und nicht finanzierbar.

Die Idee einer Sockelrente sei Teil des SPD-Gesamtkonzepts für eine Steuer- und Abgabenpolitik, an dem auch der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück gearbeitet habe, erklärte Gabriel. „Ich bin ihm dankbar dafür, dass er sich da ein halbes Jahr lang voll eingebracht hat.“ Steinbrück gilt neben Gabriel und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als möglicher Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2013. Die SPD wollte ihr Steuer- und Abgabenkonzept ursprünglich noch vor Beginn der parlamentarischen Sommerpause präsentieren. Am vergangenen Montag beschlossen die Sozialdemokraten allerdings, die Veröffentlichung auf Herbst zu verschieben.

FDP WEIST VORSCHLAG ALS UNAUSGEGOREN ZURÜCK Kritik kam vom sozialpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Heinrich Kolb: „Eine Sockelrente für Alle - unabhängig von der Arbeitszeit - wäre keinesfalls finanzierbar.“ Gabriels Hinweis, die Sockelrente koste am Anfang nichts, mache zudem deutlich, wie unausgegoren der Vorschlag sei. Die FDP fordere zur Vermeidung von Altersarmut Freibeträge für private und betriebliche Altersvorsorge, damit sich eigene Anstrengungen immer lohnten und zu einer Gesamtaltersvorsorge oberhalb der Grundsicherung führten.

Gabriel kündigte an, das neue SPD-Steuerkonzept werde festschreiben, dass Steuereinnahmen aus wirtschaftlichem Wachstum in den Schuldenabbau gehörten. Die Partei will den Spitzensteuersatz von derzeit 42 auf dann 49 Prozent heraufsetzen und zugleich die Einkommensgrenzen erhöhen. Gabriel sagte der „Wirtschaftswoche“, aus seiner Sicht könne dann auch auf eine Reichensteuer verzichtet werden: „Der Begriff riecht sehr nach Sozialneid. Ich habe nichts gegen Reiche.

 

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Chef: Gabriel für Sockelrente gegen Altersarmut"

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  • Ich finde den Vorschlag einer Sockelrente für Menschen die 35 und mehr Jahre Volzeit gearbeitet haben sehr gut. Ich kenne viele aleinerziehende Frauen mit 2 Kindern und haben trotzdem 35 voll gearbeitet und bekommen eine Minirente. Grund ist oft der typische Frauenberuf wie Seketärin, Verkäuferin u.s.w. Viele Stunden und wenig Gehalt.Dann gibt es Menschen, welche fast nicht gearbeitet haben und diese bekommen am Ende das Gleiche. So was ist total ungerecht. Es wäre eine gutes Thema für die SPD, denn es gibt viele Rentner die noch zur Wahl gehen.

  • Ehe Ihr Euch die Köppe einhaut, habt Ihr hier mal, was aus unserer Rentenvers. alles bezahlt wird.
    Das ganze nennt man versicherungsfremde Leistungen, von denen jeder von Ihnen schon gehört hat:

    Kriegsfolgelasten

    Renten in den neuen Bundesländern (für die nie ein Pfennig in

    die Rentenversicherung eingezahlt wurde!)

    Absicherung des Arbeitsmarktrisikos durch Rentenzahlung

    Renten für Aussiedler (für die nie ein Pfennig in die

    Rentenversicherung eingezahlt wurde!)

    Ausgleich für NS-Unrecht

    Ausgleich von SED-Unrecht

    Renten von polnischen Offizieren die in den 70er Jahren nach Deutschland übersiedelten.

    Renten von jüdischen Emigranten in Israel und USA usw.

    Reha - Kuren

    Stationäre Therapien für Spielsüchtige

  • Dass viele in Berufen mit wenig Gehalt waren, dafür kann niemand was. Es kann nicht jeder Prof. werden.
    Aber auch die Rentenvers. ist eine Solidarvers. Die Starken tragen die Schwachen.
    In der Schweiz z. B. gibt es eine Mindestrente, die liegt derzeit bei -soweit ich weiß- 1.500 €
    Es gibt aber auch eine Begrenzung nach oben. Denn in der Schweiz zahlen alle ein auch der Millionär uns ein Beitrag ist prozentual natürlich sehr viele höher, daher eben auch die Begrenzung nach oben. Übrigens, die Millionäre der Schweiz fidnen das in Ordnung
    Dass viele bei uns nach Renteneintritt in die Armut fallen, ist doch längst Wirklichkeit, weil bei uns die Renten so zusammen gestrichen wurden.
    Oder können Sie mit 1.000 € leben?
    Allein die Umstellung DM-Euro war eine Rentenkürzung um 30%

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