SPD-Chef
Gabriel wettert gegen „irre Managergehälter"

Um ausufernde Managergehälter einzudämmen, hat der SPD-Chef eine Idee: Es solle dafür gesorgt werden, dass die Zahlungen nicht mehr steuerlich absetzbar sind. Mehr Kontrollrechte für Aktionäre würden „nichts bringen“.
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MainzSPD-Chef Sigmar Gabriel fordert ein stärkeres Vorgehen gegen Managergehälter. „Ein erster wichtiger Schritt in Deutschland wäre (...), dafür zu sorgen, dass die hohen Gehaltszahlungen nicht mehr hinterher als Betriebskosten von der Steuer abzusetzen sind“, sagte Gabriel am Montag in Mainz am Rande eines Festakts zu 150 Jahren Sozialdemokratie in Rheinland-Pfalz. „Das wäre mal ein richtiger Schritt, damit nicht solche irren Gehälter noch bezahlt werden.“ Er betonte: „Es ist nicht Aufgabe der Allgemeinheit, hohe Managergehälter zu zahlen.“

Die Bundesregierung hatte vor kurzem beschlossen, dass Aktionäre börsennotierter Unternehmen mehr Kontrollrechte bekommen, um gegen ausufernde Managergehälter vorzugehen. Das werde aber „nichts bringen“, sagte Gabriel.

Die „Bändigung des Kapitalismus“ sieht er mehr denn je als Aufgabe seiner Partei. „Es kann nicht wahr sein, dass wir Hunderte von Milliarden Euro ausgeben müssen, um immer wieder unsere Volkswirtschaften vor den Spekulationen an Finanzmärkten zu retten und gleichzeitig halb Europa in eine Wirtschaftskrise treiben“, sagte er beim Festakt. Er warnte vor der Überzeugung, „dass sozusagen der Wettbewerb und der Markt alles regeln und die Politik sich raushalten soll“. Um das zu verhindern, sei aber Zusammenarbeit in Europa nötig.

Die SPD Rheinland-Pfalz feiert bereits wenige Tage vor der großen 150-Jahr-Feier zur Gründung der SPD-Vorläuferorganisation Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein (ADAV) in Leipzig am kommenden Donnerstag.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Chef: Gabriel wettert gegen „irre Managergehälter""

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  • wir müssen das natürlich ganz klar sehen - es ist Wahlkampf!!
    Andererseits ist auch klar, dass die grünen, roten und linken Schwätzer als Poulisten auftreten. Das verlangt ihre Klientel. Dabei weiss jeder, dass der Wahlkampf
    vorbeigeht und die Damen und Herren Politiker sich einen
    feuchten Kehricht um ihr Geschwätz von gestern scheeren. Das ist übrigens in jeder politischen Couleur so. Nur bei Gabriel fällt das besonders auf , weil er halt fastausschliesslich unbrauchbares redet. Er vergisst sein eigenes Jahreseinkommen , und vor allem die Pensionsberechtigung ohne Eigenleistung . Vor diesem Hintergrund ist das Politikerverhalten in vielfacher Hinsicht mehr als dreist .

  • Nominal gesehen haben Sie Recht, und trotzdem liegen Sie falsch. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sich durch eine Betriebsausgabenbegrenzung die Managergehälter und Bonizahlungen an Banker auch nur um 1 Cent nach unten bewegen werden?! Abgesehen davon wird man nicht umhinkommen, den Körperschaftsteuersatz wieder anzuheben, die Ausfälle sind einfach zu gravierend.

  • Die „Bändigung des Kapitalismus“ sieht er mehr denn je als Aufgabe seiner Partei.
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    schon auch irgendwie lustig. Denn gerade die SPD und die Grünen haben doch der Abzocke freie Bahn gegeben.
    Und heute jammert man, wie scheinheilig
    Gabriel sollte sich lieber mal um die Dinge kümmern, die den Steuerzahler dirket betreffen, nämlich die exorbitant hohen Pensionen für die Politikr
    Wer mit ca. 14.000 €/Monat nach Hause geht, der kann für sein Alter selbst vorsorgen.
    So viel Geld verdient ein Oberarzt einer Klinik nicht und der hat mehr Verantwortung und kann mehr

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