SPD-Fraktionschef Steinmeier
„Webers Wechsel zur UBS ist ein Trauerspiel“

Axel Webers Wechsel zur UBS wird in Deutschland als großer Verlust gewertet. Investoren ärgert, dass der Ex-Bundesbanker nun nicht mehr Deutsche-Bank-Chef werden kann. Die Politik gibt der Kanzlerin die Schuld dafür.
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Berlin/DüsseldorfSPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Kanzlerin Angela Merkel und der deutschen Wirtschaft Versagen im Falle des früheren Bundesbankpräsidenten Axel Weber vorgeworfen. "Der Wechsel von Axel Weber zur Schweizer Bank UBS ist ein Armutszeugnis für Angela Merkel aber auch für die deutsche Wirtschaft", sagte Steinmeier dem Handelsblatt.

Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber hatte überraschend bei der Schweizer Großbank UBS anheuert, Er war einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Weber sagte dem „Spiegel“, außer von der UBS habe er „nie andere formale Vertragsverhandlungen oder Offerten“ bekommen.

"Das Versagen der Kanzlerin in der europäischen Politik hat Deutschland den EZB-Chef Axel Weber gekostet. Offenbar durch den Machtkampf im Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat die Wirtschaft in Deutschland einen ihrer profiliertesten Experten verloren", sagte der SPD-Politiker Steinmeier. "Das alles ist ein Trauerspiel", kritisierte er. "Wenn Deutschland so mit seinen besten Köpfen umgeht, wird das Werben um Spitzenpersonal von außen nicht einfacher.“

Der Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Schäffler, wertet den geplanten Wechsel von Webers als schweren Schlag für die Geldpolitik in Europa. Dass Weber in den Verwaltungsrat der Schweizer Großbank UBS wechselt, sei ein Verlust für die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bundesbank. „Als Falke hätte er versucht, der Prinzipienlosigkeit bei der EZB entgegenzuwirken“, sagte Schäffler Handelsblatt Online.

Steinmeiers harte Kritik teilt Schäffler allerdings nicht. „Ob ein Schweizer Chef der Deutschen Bank oder ein Deutscher Chef einer Schweizer Bank ist, sollte im 21. Jahrhundert kein Kriterium mehr sein“, sagte der FDP-Politiker. „Bei privaten Finanzinstituten entscheiden diese Fragen letztendlich die Eigentümer.“

Kommentare zu " SPD-Fraktionschef Steinmeier: „Webers Wechsel zur UBS ist ein Trauerspiel“"

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  • Unser linke Politik hat doch ohnehin die Gottesgabe alle gut ausgebildeten Leute aus dem Land zu jagen. Und anschließend wird über Fachkräftemangel gemeckert.
    In den letzten drei Jahren ist nahehzu ein halbe Mio weg gegangen. Bis heute war das der Politik keien einzige Diskussionw ert, es wird tot geschwiegen.

  • Schon vergessen, dass Weber zu dieser Aktion gezwungen wurde von usnrem durchgeknallten Türken-Wulff?
    Was hat Sarrazin denn getan? Er aht doch nur endlich mal die Wahrheit gesagt.
    Unser Land bräuchte viele Sarrazins
    Ach und lassen Sie Ihre Nazikeule stecken, ich bin nicht rechts, ich bin konservativ und ich möchte wieder Ordnung in meinem Land

  • Herr Weber hätte 80 Jahre früher geboren werden! Genau so wie sein Freund und Arbeitskollege Sarrazin. Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es im Wasser. Ich spüre es in der Erde. Ich rieche es in der Luft. Vieles was einst war ist verloren, da niemand mehr lebt der sich erinnert. Sie haben es nur nicht bemerkt.

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